Hallo Thomas,
das Trickfliegen habe ich mir auch selbst beigebracht. Perfekt bin ich aber noch lange nicht. Man braucht aber schon einen Menge Durchhaltevermögen, weil es am Anfang überhaupt nicht klappen will. Ich habe mir seinerzeit einen Gemini zuglegt, dazu das Video von Dodd Gross und dachte, dass es dann losgehen kann. Von wegen, bis zum ersten Axel war es ein langer Weg. Aus dem Axel raus und weiter in den normalen Flug war nochmal so weit.
Vorteil dieser Methode: Wenn man es alleine nur mit Trickvideo geschafft hat, ist es ein tolles Gefühl
Nachteil: Man gewöhnt sich schnell einen falschen Flugstil an und schießt sich regelrecht auf einen Drachen fest.
Anfangen würde ich mit sauberen Snap-Stalls und knackigen Push-Pull Turns und Landungen. Danach würde ich mich an den Axel am Windfensterrand ranwagen. (rechts und links auslösen !!!) Als nächsten dankbaren Trick kann man sich am Pancace to fade versuchen. Bis das das erste mal klappt, geht aber auch ne Weile rum. Sinnvoll sind auch Ground-Recover-Tricks, um den Drachen aus jeder möglichen und unmöglichen Position heraus wieder starten zu können. Es wäre günstig, wenn Du ab und zu einen geduldigen Helfer hättest, damit Du nicht dauernd zum Drachen hinrennen musst, wenn mal wieder Leinen-Slack vergessen wurde (häufigster Anfängerfehler). Besser und schneller geht es am besten natürlich mit einem erfahrenen und geduldigen "Vorturner".
Noch gut zu meistern sind: Half-Axel (Vorstufenübung zur Cascade), Backflip, Axel to fade, Cascade, und Flicflac. Der Backspin ist etwas drachenabhängig aber eigentlich gar nicht so schwer.
Mir persönlich hat auch die letzte Drachenschulung in Hessen viel gebracht.
Zum Drachen: Ich persönlich hatte für den Anfang lieber etwas schwereres mit einer gewissen Schwungmasse an den Leinen.
Ich bin mit meinem Gemini std, 50daN Leinen mit 25m Länge gut zurecht gekommen.
Dies sind meine sehr persönlichen Erfahrungen. Es kann gut sein, dass andere ganz anders darüber denken.
Grüße und viel Erfolg
Rolf
