OT... Silver,
persönliche Auseinandersetzungen interessieen mich nicht und ich würde mir wünschen, dass die Beteiligten das unter sich z.B. via PM oder Mail ausmachen. /OT
Wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, glaube ich nicht, dass es unseriöse Tests gibt. Unseriös bedeutet dabei für mich, dass wissentlich anders bewertet wird, als eigentlich empfunden wurde.
Erlebt habe ich aber schon schon unterschiedliche Wahrnehmungen. So gehe ich in der Regel einer anderen Erwartungen und Sichtweise als J.O. an Drachen heran, wodurch unterschiedliche Bewertungen resultieren können, was für mich aber nachvollziehbar ist.
Ärgerlich ist IMO wenn Tester nicht die nötige Kompetenz für einen Drachen mitbringen. Wenn im Prolog eines Trickdrachentest steht, dass man eigentlich kaum Tricks beherrscht, ist das IMO einfach peinlich. (Selbst die Idee, es kann ja mal ein Nichtexperte seine Eindrücke schildern, weil viele Kunden da auch erst am Anfang stehen, halte ich für fragwüdig).
Das Problem bei den Test im Allgemeinen ist IMO, dass Tester und Anbieter in einer Symbiose leben. Dabei ist der Tester oft klar im Vorteil, weil meines Wissens, nur wenige von denen davon wirtschaftlich abhängig sind. Die Motivation der Tester ist in der Regel Spaß an der Freude, ein Drachen, den sie behalten dürfen und vielleicht ein kleines Honora für einen Artikel.
Dennoch gibt es da natürlich Abhängigkeiten. Die Verlage sind von den Anzeigen der Hersteller abhängig und die Hersteller profitieren stark von positiven Testberichten.
Allerdings ist es auch so, dass eine Zeitschrift es sich nicht lange leisten kann, dummes Zeug zu schreiben, denn wenn sie erst einmal ihren Ruf und die Glaubwürdigkeit verloren hat, werden sich auch die Leser schnell zurückziehen. Wenn die Auflage dann schrumpft knicken auch die Werbeeinnahmen ein.
In diesem Spannungsfeld bewegen sich die Tester, was sich IMO darin äussert, daß man einen Testbericht halt ziemlich aufmerksam lesen muß, um zu sehen, wo die Schwächen liegen. Zum aufmerksamen Lesen gehört dabei z.B. auch, die Zielgruppe im Hinterkopf zu haben. Einige Male wurde auf den Rhombus-Test in der letzten K&F angespielt. Darin steht eben nicht, daß der Kite für einen erfahrenen und ambitionierten Kiter eine Enttäuschung sein wird, (was ich allerdngs auch nicht beurteilen kann...) sondern, dass der Kite für einen Einsteiger gut geeignet ist...
Wenn von fehlenden Stoppern berichtet wird, muß der Leser daraus seine Schlüsse selber ziehen. Es wird freundlich darauf verzichtet zu schreiben, das daß nicht mehr dem aktuellen Standard entspricht. Trotzdem kann der Kite ja gut fliegen.
Letztlich stellt sich mir auch die Frage wie es besser gehen könnte. Leider habe ich noch nicht von einem Lenkdrachentest der Stiftung Warentest gehört, aber mir schwant Böses, wenn ich mir das ausmale.....