Hallo Geminus,
wenn die Trickanfänge von ein wenig Erfolg gekrönt sein sollen, ist ein halbwegs vernünftig geeigneter Trickdrache schon sehr hilfreich. Am Anfang geht eh noch nicht viel, da sollten wenigstens ein paar Erfolgserlebnisse drin sein. Ich persönlich habe mit einem (leider für den Anfang nicht ganz billigen) Gemini angefangen. Der hat den Vorteil, dass er sich fast nie mit den Leinen in den Flügelspitzen verheddert, aus den unmöglichsten Situationen wieder recovert und auch nachher noch unendlich Trickpotenzial hat.
Natürlich gibt es noch 'nen ganzen Haufen ebenso gut geeigneter Drachen für den Zweck. Hauptsache, er ist nicht zu klein und fliegt einigermaßen langsam.
Beginnen würde ich mit dem sehr ausführlichen Üben von Spin- bzw. Snapstalls an in allen Bereichen des Windfensters. Ein gescheiter Stall ist zwar noch nicht der Megatrick, dafür ist er die Voraussetzung für den nächsten Einsteigertrick: Den Axel. Da wird am Anfang mehr Frust als Lust entstehen, aber nur Mut, es geht schon. Frei nach Dodd Gross: " The Axel is a difficult move, so expect to be frustrated. But with practice, the Axels will be all you wanna do" oder so ähnlich
Gut geeignet für den Anfang wäre auch ein Backflip und eventuell Lazy Susan hintendran. Die nächste Herausforderung ist dann der Fade. Dieser ist wiederum Basis für viele andere Tricks.
Ich persönlich fliege sehr gerne Half-Axels, weil die recht cool aussehen, wenn sie gut gemacht sind. Die Steigerung sind dann Fountains und Cascades.
Auf alle Fälle bietet die Trickserei ein weites Betätigungsfeld für alle, denen normales Fliegen einfach mit der Zeit zu langweilig wird. Ich hab auch erst vor ca. 'nem 3/4 Jahr etwas ernsthafter mit der Trickserei angefangen und bin noch weit von der Perfektion entfernt.
Ach so, hätte ich fast vergessen: Es ist gut, wenn man den abgestürzten Drachen aus den gängigen Landepositionen wieder zum Fliegen bringen kann, das spart einige km Laufarbeit.
Meistens liegt er bei mir im Fade oder im Pancake. Beides kein Problem beim recovern. Nur für den Dead Launch braucht man viel Übung und einen "Englischen Rasen".
Grüße und viel Erfolg
Rolf
