Hallo Christian,
nach dem ich nun in der Falle sitze, muss ich mich wohl mit Antworten freikaufen. :=(
Zu 1) Die Ausschnitte sind an den geraden sowie an den konkaven Seiten heiß geschnitten. Die konkaven Seiten sind zusätzlich mit einem Holumschlag, in dem eine Schnur vernäht ist, versehen. Der Hintergrund ist einfach der, da sich Fallschirmseide sehr stark dehnen kann, und sich im hinteren Teil der Kappe der größte Staudruck bildet, war ein Einreißen trotz umgenähtem Saum möglich. So standen zwei Möglichkeiten zur Auswahl, zum einen am Anfang und am Ende der konkaven Seite zusätzliche Verstärkungen aufnähen, oder in den Saum eine Schnur mit einnähen, die an den Enden an die Gurtbänder der Kappe vernäht wird. Ich habe mich für die zweite Lösung entschieden, da es schneller und einfacher zu Nähen geht.
Zu 2) Zur Form gibt's eigentlich nur zwei Sachen zu sagen: So solltest du versuchen, schon für einiges an Druckentlastung zu sorgen, in dem du die Ausschnitte relativ groß wählst. Somit ist gegeben, dass das Teil noch einigermaßen für den Fall der Fälle zuhändeln geht, und nicht ohne Ende Zugkraft aufbaut. Ich habe mich hier einfach an den Gurtbändern, die die einzelnen Segelteile zusammen halten orientiert, die du auf keinen Fall durchtrennen solltest, da sonst das gute Teil in Fetzen geht. Die konkave Form habe ich deshalb gewählt, weil sie sich am besten durch den entstehenden Staudruck nach hinten ausformt, und die Kappe sehr leicht in Drehbewegung versetzt. Zum zweiten wollte ich auf keinem Fall den Stern, der sich in der Mitte meiner Kappe befindet, durch Luftaustritte zerstören. So gesehen kann man sagen, dass sich die Form und Größe der Luftaustrittsöffnungen ganz nach dem Nähschema der Kappe richten sollten, und ganz individuell gestalltet werden können.
Zu 3) Ich bin mit diesem Teil voll und ganz zufrieden, und würde es jederzeit wieder so machen. Eines sollet man jedoch bedenken, dass Fallschirmkappen oder Bols in dieser Größe mächtige Zugkräfte entwickel können, und sollten aus diesem Grund mit äußerstem Bedacht und Umsicht, und niemals unbeaufsichtigt geflogen werden. Denn ausgerissene, durch die Luft fliegende Bodenanker können schwere Verletzungen und Schäden verursachen. Gerade Kinder sollte man daran hindern, mit solchen Teilen zu spielen, denn 10- 15 Kg interessiert solche Wuchtbrumen nicht wirklich.
So, dass war's jetzt erst mal von meiner Seite. Um dir die Sache noch etwas verständlicher zu machen
, schicke ich dir peer e-mail noch ein Paar Fotos.
bis dennen, TOM :L