Die Frage was ein Drachen "haben" muss, um einen Backspin zu können interessiert mich schon seit Jahren. Auffällig ist, dass es ein fast "entweder - oder" gibt. Einige Drachen können ihn andere nicht. Was letztlich der "Clou" ist weiß ich immer noch nicht, aber hier meine Erkenntnisse:
Beim Elixir kann man die Backspinfähigkeit etwas tunen. Mit aussen ausgestelltem Segel sind Backspins fast unmöglich.
Daher erste These: Die Schleppkante sollte möglichst flach verlaufen.
Zweite These: Die Waage muss passen.
Für einen BS muss der Drachen im Fade in Rotation versetzte werden. Das funktioniert nur, wenn Waage so konstruiert ist, dass die Flugleinen im Fade genügend weit aussen liegen, damit man den Impuls zur Rotation übertragen kann. "Negativ"-Beispiel ist da die LaLuna. Der Drachen liegt wunderschön im Fade, aber die Leinen liegen ziemlich dicht zusammen in der Nähe der Nase und BS sind unmöglich mit diesem (dennoch tollen!) Drachen. Eine dahin gerichtete Waagenmodifikation habe ich beim LaLuna nicht, aber mal beim Midi ausprobiert. Zum Ziel hat das alleine nicht geführt. Erst etwas Gewicht zusätzlich lies den Kite im Fade rotieren und alle anderen Eigenschaften waren viel schlechter...
Dritte Beobachtung: Ich habe viel mit dem Phoenix experimentiert und unter anderem versucht eine SUL-Variante aufzubauen. Dabei habe ich Super Skinnys und die recht stramm sitzende APA-Spreizenverbinder verwendet. Die habe ich dann aus Vorsicht nicht ganz so weit auf die Stäbe der uLK geschoben und dieser Phoenix wollte partout auch nicht mehr backspinen.
Meine Schlußfolgerung ist daher, das es mehrere Dinge sind, die erfüllt sein müssen. Die Balance, Waage und der Segelschnitt müssen stimmen, damit ein BS möglich ist.
Einen Drachen in Richtung BS zu tunen kann Sinn machen, wenn nicht mehr "viel" fehlt. So reichen 5 g Gewicht um einen X-Bow "richtig" bs-tauglich zu machen.
Beim BOT muss wahrscheinlich auch noch die Waage modifiziert werden und ob der Kite dann noch Spaß macht muss sich zeigen.