Aus meinem vorläufigen Zwischenfazit würde ich mittlerweile ein finales Fazit ziehen.
Heute war ich fast sechs Stunden auf unserer Landewiese unterwegs und habe die Matten immer wieder direkt miteinander verglichen. Heißt: Ich bin ständig zwischen der Lycos 2.0 - 2026, der Lycos 2.5 - 2026 und der Smithi Pro 1.1 UL gewechselt. Laut Windy lagen meist 3 bis 4 Bft an, mit Böen bis 6 Bft. Ja, auch unter diesen Bedingungen bin ich die Smithi UL geflogen. Dazu kommen noch mehrere Flugsessions an den Tagen zuvor, sodass inzwischen einige Vergleichsstunden zusammengekommen sind.
Grundsätzlich kann ich für alle vier Lycos-Speedmatten eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Alle Modelle sind hervorragend verarbeitet und machen richtig Spaß. Mit keiner der genannten Matten macht man etwas falsch. Meine persönliche Nummer 1 ist allerdings die Lycos 2.0 - 2026. Für 109 € bekommt man eine überragend gute Speedmatte. Das Preis-/Spaßverhältnis ist meiner Meinung nach unschlagbar. Die Lycos Competition 1.8 würde ich fliegerisch sehr ähnlich einordnen. Allerdings kostet sie mit 159€ rund 50 € mehr und bietet dabei nur einen vergleichsweise kleinen Schwachwind-Vorteil.
Danach würde ich die Lycos Competition 2.2 einordnen und anschließend die Lycos 2.5 - 2026, wobei der letzte Platz keineswegs negativ gemeint ist. In Sachen Endgeschwindigkeit und Präzision liegen alle vier Speedmatten sehr dicht beieinander. Die kleineren Modelle fühlen sich jedoch agiler und leichtfüßiger an. Spins fallen enger aus, Richtungswechsel gehen schneller und insgesamt benötigt man weniger Lenkinput beziehungsweise Kraft als bei den größeren Matten. Die Lycos 2.5 ist dagegen genau die richtige Wahl, wenn man die Grenzerfahrung sucht und sich ordentlich auspowern will. Sie kombiniert ordentlich Zugkraft mit hoher Geschwindigkeit und fordert den Piloten körperlich deutlich mehr.
So gut und beliebt die Competition-Modelle auch sind: Das Preis-/Spaßverhältnis der Lycos-2026-Modelle ist meiner Meinung nach einfach besser. Möchte man beispielsweise eine kleine und eine größere Speedmatte kaufen, landet man bei den Competition-Modellen bei 358 € (159 € + 199 €), während die beiden Lycos-2026-Modelle zusammen nur 238 € (109 € + 129 €) kosten. Das sind rund 120 € Unterschied. Wo die Competition-Matten allerdings ihre Stärken ausspielen, sind die Schwachwind-Eigenschaften. Durch das leichtere 30D-Ripstop-Gewebe steigen sie etwas früher und bleiben bei wenig Wind etwas besser in der Luft. Wer häufig bei schwachen Bedingungen fliegt, ist damit möglicherweise besser bedient. Mir persönlich machen Speedmatten, wie der Name schon vermuten lässt, aber erst dann richtig Spaß, wenn sie auch ordentlich Geschwindigkeit aufbauen können.
Als beste Flugmatte insgesamt würde ich persönlich die Smithi Pro 1.1 UL einordnen. Ihr nutzbarer Windbereich ist enorm, und sie macht über nahezu den gesamten Bereich hinweg richtig Laune. Auch wenn sie nicht die Höchstgeschwindigkeit einer Lycos erreicht, bietet sie fliegerisch einfach unglaublich viele Möglichkeiten: rückwärts und seitlich fliegen, extrem enge und viele Spins, Sturzflüge mit abruptem Rückwärtsflug kurz vor dem Boden, Starts aus nahezu jeder Lage und und und. Das Teil macht einfach unheimlich viel Spaß. Vor ein paar Wochen hätte ich selbst nicht gedacht, dass ich das einmal sagen würde, aber wenn man zwischen den Matten ständig hin- und herwechselt, merkt man erst, welche Möglichkeiten ein 4-Leiner zusätzlich bietet. Wenn ich heute nur noch eine einzige Flugmatte kaufen dürfte, wäre es ganz klar die Smithi Pro 1.1 UL.
Zum Schluss noch meine persönliche Empfehlung zur Leinenlänge: kleine Speedmatten = 25m, größere Speedmatten = 30–35m, Smithi Pro 1.1 UL = 20m
