Kitebuggy

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  • Dreirädriges Gefährt für die Fortbewegung mit einem Kite
    Der Kitebuggy geht zurück auf eine Erfindung von Peter Lynn, der bis heute Buggys produziert. Im Laufe der Zeit wurde der Buggy immer weiter optimiert und weiterentwickelt. Buggys kann man fertig kaufen. Beliebt ist auch die Eigenentwicklung. Der Pilot sitzt unangeschnallt im Buggy, steuert mit den Händen den Drachen und mit den Füßen über das Vorderrad den Buggy. Für das Buggyfahren ist eine Schutzausrüstung von mindestens einem Helm notwendig. Mit einem Kitebuggy lassen sich spielend hohe Geschwindigkeiten erreichen, weshalb eine defensive Fahrweise des Piloten dringend anzuraten ist, insbesondere wenn man das Fahrgebiet mit Menschen oder gar Tieren teilt, die nicht hinlänglich mit dem Hobby vertraut sind.

    Material

    Kite-Buggys werden sowohl im Eigenbau, als auch als fertiges Produkt in der Regel aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Auch die Verwendung rostfreier Edelstahlschrauben ist besonders bei Einsatz am Strand durch Salzwasser und salzwasserhaltige Luft wichtig.

    Aufbau

    Der Aufbau eines Buggys ist immer gleich. Der Unterschied liegt im Detail. Generell lässt sich sagen, dass der beste Buggy immer derjenige ist, mit dem der Pilot am besten klar kommt.

    Geometrischer Aufbau

    Zumindest für Teilnahme an offiziellen Rennveranstaltungen ist die Geometrie von entscheidender Bedeutung. Der Buggy darf eine maximale Länge von 3,50m nicht überschreiten. Die maximale Breite liegt bei 3m. Zur Prüfung der Geometrie wird bei Rennveranstaltungen ein Rechteck mit diesen Abmessungen abgesteckt, in welches Buggy zur Prüfung gestellt wird.

    Hinterachse

    Die Hinterachse hält die beiden Hinterräder und nimmt die beiden Seitenholme auf. Eine zu kurze Hinterachse kann die Gefahr mit dem Buggy zu kippen erhöhen, während eine im Verhältnis zu lange Hinterachse zwar Spurstabilität bietet, aber die Manövrierfähigkeit empfindlich einschränkt, was besonders beim Bremsen zu erheblichen Problemen führt.

    Spur- und Sturzverstellung

    Durch eine Verstellung des Anstellwinkels der beiden Hinterräder lassen sich die Eigenschaften des Buggys hinsichtlich der Bodenhaftung und Stabilität verbessern.

    Deichsel

    Die Deichsel verbindet die Vorderradgabel mit den beiden Seitenholme. An dieser Verbindung kann die Länge des Buggys und die Entfernung vom Piloten zu den Fußrasten eingestellt werden. Eine ideale Einstellung ist gefunden, wenn in Geradeauslauf die Beine des Piloten angewinkelt, und auch bei vollem Lenkeinschlag noch nicht ganz durchgedrückt sind.

    Seitenholme

    Die Seitenholme sind von essentieller Bedeutung für ein angenehmes Fahrgefühl. Die Seitenholme halten den Buggysitz. Zu niedrige Seitenholme verringern den Seitenhalt, während zu hohe Seitenholme die Bewegungsfreiheit einschränken können. Die richtige Höhe der Seitenholme hängt somit immer vom Piloten ab.

    Sitz

    Der Sitz des Piloten liegt zwischen den Seitenholmen. Gefertigt werden Sitze meist aus stabilem Stoff, Nylon oder LKW Plane. Fixiert an den Seitenholmen wird der Sitz mittels Gurtband. Der Pilot sitzt unangeschnallt im Buggy.

    Vorderradgabel

    Die Vorderradgabel hält zum einen das Vorderrad in der Mitte und bietet links und rechts die Fußrasten, mit denen der Pilot den Buggy steuert.

    Fußrasten

    Auf den Fußrasten liegen die Füße des Piloten. Zwischen den Fußrasten befindet sich das Vorderrand. Fußrasten sollten zum einen gegen Abrutschen entsprechend eine rutschfeste Oberfläche haben. Zum anderen ist von fest sitzenden Fußschlaufen aufgrund von Verletzungsgefahr abzuraten. Zu rutschige Fußleisten werden häufig mit einem passenden Stück eines Mantel von einem Fahrradreifen ummantelt und mit einfachen Kabelbindern fixiert. Zur Vermeidung des Abrutschens nach außen findet sich dort häufig eine Endterminierung oder wie von Mountainbikes bekannt angewinkelte Holme.

    Befreifung

    Die Bereifung des Buggys sollte von dem Untergrund abhängen, auf dem man sich bewegen möchte. Limitiert wird die Bereifung durch die Vorderradgabel, welche das Rad aufnimmt, sowie durch die Aufnahme der Hinterachse.

    Schubkarrenräder

    Peter Lynn Buggys werden noch heute mit Schubkarrenreifen ausgeliefert, wie es sie handelsüblich in Baumärkten zu kaufen gibt. Der Schubkarrenreifen eignet sich für normales Terrain. Der Reifen besitzt offiziell nur eine Zulassung bis 20km/h. Da der Reifen nur einen geringen Durchmesser hat, werden auch kleine Unebenheiten des Bodens spürbar.

    Moonräder

    Ihren Namen haben diese Räder von den Mondfahrzeugen und wurden konstruiert für unwirkliches Terrain. Moonräder haben sich als Standardreifen für Kitebuggys durchgesetzt, da man mit ihnen sowohl auf glatter Piste, wie auch in locker sandigem Terrain fahren kann. Moonräder werden in der Praxis mit wenig Luftdruck gefahren um die Verformbarkeit und Aufliegefläche zu verbessern. Auf Asphalt verliert dieser weiche Reifen schnell sein Profil. Für einen besseren Lauf werden häufig in Laufrichtung zusätzliche Rillen in den Mantel geschnitten.

    Scheibenräder / Speichenräder

    Sie sind die Exoten unter den Buggybereifungen, was sowohl in dem notwendigen Untergrund / Bodenbeschaffenheit begründet liegt, wie auch in der allgemeinen Stabilität.

    Federung

    Vor allem auf welligem Boden hilft eine Federung mindestens der Vorderachse, um eine bessere Laufruhe zu erhalten und somit die Manövrierfähigkeit nachhaltig zu verbessern. Es gibt diverse Konstruktionen und Ansätze für eine gefederte Vorderradgabel, als auch für eine Vollfederung, was den Fahrtkomfort erhöht.

    tbc

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