Beaufort

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  • Beaufort ist eine offizielle Skala zur Schätzung der Windstärke. Aufgeteilt wird die Windgeschwindigkeit in 12 Stufen.
    Wissenschaftlich gilt die Beaufort Skala als veraltet, allerdings findet sie noch immer weite Verbreitung in der Meteorologie. Auch unter Drachenpiloten ist die Angabe nach Beaufort zur Bemessung der Windgeschwindigkeit noch immer üblich. Lediglich in einigen Bereichen des Traction-Kiting, also der Fortbewegung mit einem Drachen, wird die viel präzisere Angabe in Knoten immer populärer.

    Verbreitet im Drachenbereich, wenn auch mathematisch falsch, ist eine Angabe halber Windstärken, also z.B. 4,5 Bft. Gemessen wird die Windstärke vom Drachenpilot direkt am Fluggebiet mit einem Windmesser. Prominentester Windmesser ist der Windmaster 2 von Kaindl. Die richtige Einschätzung der Windgeschwindigkeit ist essentiell für den Drachenflug.

    Für exaktere Angaben der Windgeschwindigkeit wird üblicherweise m/s, km/h oder Knoten verwendet. (siehe Windstärke-Tabelle).

    Die Beaufort Skala


    Beaufort
    m/s
    km/s
    phänomenologisch
    0
    0,0 – <0,3
    0 – 1
    0 – <1
    0 – <1,2
    keine Luftbewegung, Rauch steigt senkrecht
    1
    0,3 – <1,6
    1 – 5
    1 – <4
    1,2 – <4,6
    Rauch treibt leicht ab, kaum merklicher Wind
    2
    1,6 – <3,4
    6 – 11
    4 – <7
    4,6 – <8,1
    Blätter rascheln, Wind im Gesicht spürbar
    3
    3,4 – <5,5
    12 – 19
    7 – <11
    8,1 – <12,7
    Blätter und dünne Zweige bewegen sich
    4
    5,5 – <8,0
    20 – 28
    11 – <16
    12,7 – <18,4
    Zweige bewegen sich, loses Papier wird vom Boden gehoben
    5
    8,0 – <10,8
    29 – 38
    16 – <22
    18,4 – <25,3
    größere Zweige und Bäume bewegen sich
    Wind wird hörbar
    6
    0,8 – <13,9
    39 – 49
    22 – <28
    25,3 – <32,2
    Äste bewegen sich
    Surren an Telefon- / Überlandleitungen
    7
    13,9 – <17,2
    50 – 61
    28 – <34
    32,2 – <39,1
    Bäume wanken
    Bewegung gegen den Wind beschwerlich
    8
    17,2 – <20,8
    62 – 74
    34 – <41
    39,1 – <47,2
    große Bäume wanken, Zweige brechen, deutliche Gehbehinderung
    9
    20,8 – <24,5
    75 – 88
    41 – <48
    47,2 – <55,2
    Äste brechen, Hausschäden möglich, erhebliche Gehbehinderung
    10
    24,5 – <28,5
    89 – 102
    48 – <56
    55,2 – <64,4
    Baumentwurzelung möglich, Bäume brechen, größere Hausschäden
    11
    28,5 – <32,7
    103 – 117
    56 – <64
    64,4 – <73,6
    heftige Böen, schwere Sturmschäden
    12

    ≥ 32,7
    ≥ 117
    ≥ 64
    ≥ 73,6
    Schwerste Sturmschäden und Verwüstungen

    Die phänomenologischen Erscheinungen gelten in Küstennähe, wo der Wind ungebremst aufs Festland trifft. Im Binnenland sind hohe Winde seltener und vor allem deutlich böiger. Häufigste Ursache sind Unwetterlagen und Gewitter.

    Geschichte der Beaufort Skala


    Anders als häufig kolportiert oder der Name es vermuten lässt, stammt die Beaufort Skala ursprünglich gar nicht von Francis Beaufort. Diese hatte die Skala lediglich nach einer Idee von John Smeaton übernommen, welcher die Wirkung des Windes an Windmühlenflügeln untersuchte und in eine elfstellige Skala brachte.

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