Segelteile kleben...wie geht das?


    Lenkdrachenbau - Werkzeuge, Baupläne und Bauprojekte für Lenkdrachen

      Re: Segelteile kleben...wie geht das?

      Ich persönlich halte nichts von den Klebeband, das verpoppelt immer die Nadel und man muss dann auch den Faden ölen damit es läuft.
      Ich nehme gerne den UHU Contact Kraftkleber, wird aber leider nicht mehr hergestellt, ich habe mir aber bei Amaz.. noch ein kleines Kontingent gesichert. Eine Alternative habe ich aber noch nicht gesucht.
      Der funktioniert ähnlich wie ein Pritt nur das er schneller klebt und besser hält. Wenn der Kleber außerhalb der Nahtgrenze ist, ist es nicht sehr tragisch, man sieht es kaum und man kann es auch abrubbeln.
      Alle anderen Arbeitsschritte sind aber gleich, die Segelteile müssen schon ordentlich fixiert werden. Sonst wird das nix.

      Re: Segelteile kleben...wie geht das?

      Laelles schrieb:

      das verpoppelt immer die Nadel und man muss dann auch den Faden ölen damit es läuft
      Klar, es hängen immer Klebepopel an der Nadel aber einen Faden habe ich nie geölt bisher und auch nie die Nadel. Ab und an die Popel wegmachen und weiter geht es.
      Gruß
      Dominik

      Meine Drachentasche: Hab den Überblick verloren 8|

      Re: Segelteile kleben...wie geht das?

      Man brauucht nicht unbedingt öl nehmen... ein Glas mit in Wasser gelöstem Spüli, kräftige Mischung. Ab und an die Nadel etwas einpinseln. Das nun wirklich kein Aufwand. Den Faden hab ich aber auch noch nie gemacht...
      Liebe Grüße
      Christian




      Drachentasche:
      Eigene: Elliot Magma II 4.0, Wolkenstürmer Paraflex Sport 2.3, Spiderkites Mono 2.0, Eigenbau-Rev
      Leihgaben: HQ Symphony 2.7, Elliot Sigma 2.5, Jojo Wing 22+ (Danke Korvo)

      Re: Segelteile kleben...wie geht das?

      Das Mag auch sehr stark vom jeweiligen Band abhängen.

      Ich habe das Problem auch, dass die Nadel so richtig voll mit Kleber wird.
      Das kann mitunder sehr schnell gehen, so dass ich alle paar cm kurz anhalten muss.

      Ich habe aktuell immer einen Lappen und etwas Silikonspray neben der Maschine stehen.
      Kurz die Nadel eingerieben und weiter geht es.

      Daher vermeide ich es auch, das aktuell verwendete Band (von ryll das mit dem hellen Trägermaterial) exzessiv zu nutzen.
      Ich bringe oftmals kleinere Stücke mit etwas Abstand an den zu klebenden Materialien an. Das vermeidet zumindest, dass ich lfd. die Nadel "beifreien" muss.

      Die Variante mit dem Kleberoller habe ich auch schon probiert. Bin bezüglich dessen aber auch noch nicht ganz froh damit (Band reißt etc.).
      Werde ich beim nächsten Projekt aber zumindest wieder testen. Aber wenigstens geht mit dieser Variante die Nadel nicht dauernd zu.

      Viele Grüße

      Jörg
      just my 2 cents

      Re: Segelteile kleben...wie geht das?

      Schön, daß hier so viele Leut ihre Erfahrungen darlegen, da kommen doch eine Menge Möglichkeiten zusammen. Ich habe bis jetzt mit dem Klebeband nur immer die Verstärkungen an Nase, Kiel, Verbinderausschnitten geklebt, daß war praktisch und die Nadel hat kaum was vom Klebstoff aufgenommen. Der Prittstift kam bei den Segelteilen gut, ich kann die Teile noch gut hin und her schieben bis es paßt.
      Mein Selbstbau Rev sollte ja als Erstbau grade Segelnähte bekommen, mal schauen, vielleicht gibt's doch ein Bogendesign und dann werde ich die Tipps hier beherzigen.
      "Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit!"

      Re: Segelteile kleben...wie geht das?

      Hallo.

      Ich benutze normalerweise das 6 mm breite Klebeband von Metropolis.
      Nachdem ich dieses Video www.youtube.com/watch?v=GheEzN0K6Yg über die Arbeitsweise von Christian Barden Powell gesehen habe, habe ich verschiedene Tests mit dem Gütermann HT2 Textilkleber aus der Tube gemacht. Getestet habe ich mit Chikara, da ich dieses Tuch zu 99% verwende. Die Verklebungen halten gut und wenn der Kleber trocken ist, bleibt auch nichts an der Nadel hängen.

      Tip: Wenn man die Zeitrafferaufnahme im Video an der richtigen Stelle stoppt, erkennt man, dass Powell mit diesem Kleber arbeitet.

      Schöne Grüße

      Walter

      Re: Segelteile kleben...wie geht das?

      Das Orafol heist aber "...fol", das bedeutet das Trägermaterial ist eine Folie. Wenn man Bögen und Rundungen kleben möchte sollte klar sein, dass man damit nur schwer ums Eck kommt. Dann ist Filz als Trägermaterial zu empfehlen. Aber es gibt natürlich auch Anwendungen wo ein Folienträger sogar von Vorteil ist.

      Ansonsten muss ich mich immer wieder über das "Genörgel" über Klebereste an der Nadel wundern. Ja natürlich wird bei jeder Art von Klebstoff irgendwie mal mehr, mal weniger Kleber an die Nadel kommen. NA UND??? Bei einer ordentlichen Abstimmung der Maschine, der Nadel und des Fadens ist das völlig egal. Da dürfte ich ja keine gescheite Naht zu Stande bringen, denn meiner Auffassung nach ist eine Segelmachernaht nur eine solche und für mich akzeptabel, wenn JEDER Stich auf Klebeband sitzt. Wenn es Probleme bei Nähten auf Klebeband gibt, kann man zwar mit Spühlmittel, Fadenölern und was weiss ich noch, etwas Besserung schaffen. Aber ein gut abgestimmtes System von Maschine, Nadel und Faden ist das A und O. Dann ist auch die Klebebandmarke wurscht.
      Viele Grüße
      Enrico


      MGEB - Das Schweizer Taschenmesser unter den Mediengestaltern

      Re: Segelteile kleben...wie geht das?

      Moin Enrico, ja, da hast du wirklich recht! Wunder verwirkt hat schon die 80iger Nadel und das Serafim Garn, hatte kaum noch Klebereste an der Nadel. Und ein leichter Tupfer Spülmittel mit nem Q-Tip an die Nadel machte es dann perfekt. Meine Zwei einer habe ich alle ausschließlich mit Pritstift geklebt, ausser den doppelten Dacronstreifen und Gurtband an der Nase.......geht auch!
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