Traction-Kiting

Das Forum für die Fortbewegung mit einem Kite!

Wer einmal mit Traction-Kiting infiziert ist, den lässt es nicht mehr los. Traction-Kiting ist nah an der Natur, mit der man sich immer wieder aufs Neue misst. Im Drachenforum finden sich tausende Traction-Kiter aller Coleur und tauschen sich über ihr Hobby, der Fortbewegung mit dem Kite, aus.

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  • Traction Kiting - die Fortbewegung mit dem Kite

    Traction Kiting begeistert Kite-Piloten aller Altersklassen. Wer schon einmal einen leistungsstarken Kite in den Händen hielt kommt schnell auf die Idee, die Kraft die dieser Drachen erzeugt in Bewegungsenergie umsetzen zu wollen - sich also damit fortzubewegen.

    Hier beginnt das Traction Kiting meist ganz klassisch mit dem Powerkiting. Dabei lässt man sich auf Wind und Kite ein und wird von ihm über den Strand oder die Wiese gezogen. Festes Schuhwerk ist Pflicht auf der Wiese oder unebenen Untergründen, und wer sich auf den Po setzen möchte, der sollte über ein sog. Arschleder verfügen. Erfahrene Piloten nutzen den durch spezielle Flugmanöver erzeugten Auftrieb um hohe und weite Sprünge zu machen. Hierbei spricht man dann vom Kitejumping, eine vor allem bei Neulingen beliebte Art sich mit dem Kite auszupowern und die eigenen Kräfte mit dem Wind zu messen - auch wenn in der Praxis der Wind dem Piloten seine Grenzen aufzeigt, weshalb Neulinge niemals alleine auf die Wiese oder den Strand gehen sollten, und sich mit gebotener Vorsicht dem Kiten annähern sollten.

    Der Bereich des Traction Kitings wurde in den 90er Jahren durch Peter Lynn maßgeblich beeinflusst, da dieser die ersten Fahrversuche mit einem damals für sich selbst gebauen Dreirad, dem Kitebuggy, gemacht hat. Dieser Kitebuggy ist heute noch in Serienfertigung weltweit verfügbar und aufgrund seines vergleichsweise geringen Preises noch immer sehr beliebt, auch wenn verschiedene Parameter nicht mehr unbedingt für diesen Buggy sprechen. Durch die leichte Bauweise ist er jedoch auch für entspannte Ausfahrten bei wenig Wind bestens geeignet. In den 2000er Jahren erfuhr das Traction Kiting durch eine Professionalisierung sowohl der Kites, als auch der Kitebuggys, einen deutlichen Aufwind und großen Zugewinn an verfügbaren Modellen - vom einfach Einsteiger Kitebuggy bis zur professionellen und hochpreisigen Rennmaschine, die wie auf Schinen fährt und durch einen zusätzlich guten Seitenhalt dem Piloten die nötige Sicherheit auch für hohe Geschwindigkeiten gibt.

    Ebenfalls in den 2000er wurde das Traction Kiting populär erweitert durch das Kitelandboarding, welches seine Anfänge doch bereits auch in den 90ern fand. Hierbei handelt es sich um ehemals zweckentfremdete Mountainboards, die für das Kiten eingesetzt wurden. Daher ist in der Kiter-Szene auch noch immer der Begriff Mountainboarding oder All-Terrain-Boarding (ATB) gebräuchlich. Bei einem Mountainboard handelt es sich um ein dem Skateboard ähnelndes Board, welches mit luftgefüllten, großen Gummireifen auf unterschiedlichem Terrain genutzt werden kann. Praktisch am Kitelandboarden ist, dass die Logistik weniger anspruchsvoll ist als beim Kitebuggy, weshalb der Sport vor allem auch die jüngere Zielgruppe anspricht. Zudem wird im Kitelandboarding, anders als gewöhnlich im Kitebuggy Bereich, auch der Auftrieb nach oben genutzt um Sprünge und Tricks (Manöver / moves) zu fliegen.

    Außerdem entliehen für eigene Zwecke haben Kiter das Snowboard und die Skier und mit dem Snowkiting eine weitere Facette dem Traction Kiting hinzugefügt. Beim Snowkiting fährt man nun nicht mehr nur einfach bergab, sondern nutzt die Kraft des Windes um auf dem freien Welt, oder auch am Berg den Hang hinauf zu fahren. Durch besondere Aufwinde gerade am Hang sind lange Flugzeiten, die so genannte hangtime, möglich. Allerdings ist dies auch nicht ganz ungefährlich, und gerae bei böigem Wind im Gebirge ist beim Sknowkiten äußerste Vorsicht geboten.

    Nicht vergessen werden darf natürlich das Kitesurfen, welches die mit Abstand weiteste Verbreit weltweit hat und auch dem Traction Kiting fernen Personen durchaus ein Begriff sein sollte. Beim Kitesurfen wird mit speziellen, wasserfähigen Kites und einem Kiteboard auf dem Wasser gefahren. Schnupperkurse und Kitesurfschulen gibt es weltweit - auch im Binnenland, denn vor dem Kitesurfen sind auch Binnengewässer nicht sicher. Der Markt ist längt gespickt mit vielen unterschiedlichen Herstellern und es gibt Equipment für praktisch jeden Anwendungszweck.

    Zudem gibt es noch einige weitere, dann aber sehr spezielle Varianten des Traction Kitings, wie z.B. die Fortbewegung mit Grassski oder das Streetkiten mit Inlineskates.

    Die Übergänge im Traction Kiting sind häufig fließend und viele Kiter wechseln gerne vom Land auf das Wasser, in den Schnee und zurück. Zurecht! Im Drachenforum finden alle Traction Kiter gleichermaßen Platz um sich über das Hobby, die Ausrüstung und die Möglichkeiten auszutauschen.