Ausführlicher Dragonkites Testbericht

    Hallo Drachenflieger und die, die es werden wollen...


    Wir haben schon viel von den heiß diskutierten DragonKites gehört oder gelesen, aber kaum einer hat sie wirklich gesehen. Viele berichten vom "Horensagen" und wenig fakten sind bekannt.
    Aus diesem Grund haben Pippi, DerHeinz und ich, am Wochenende in SPO einfach mal eine solche Matte getestet und ich sage schonmal im Voraus:
    Der Test viel vernichtend aus.


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    Datum: 09.02.2008
    Testort: Sankt-Peter-Ording - Strandsegelfahrgebiet


    Testbedingungen:
    Wind: ca. 13 - 15 Knoten, keine Böen, wind Abnehmend.
    Temperatur: ca 12-15°C
    Regen: Nix... wunderschönes Wetter...



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    Vom Hersteller veröffentlichte Daten:


    Der Drachen wird laut Maxstore mit 99,-€ empfohlen, aber für 62,95€ verkauft... wie nett...


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    Zustand des Kites:


    Das aufgedruckte Tribal war bereits an einigen Stellen gelöst, Nähte waren ebenso an einigen Stellen teiweise dabei sich aufzulösen.
    Das Tuch ist keinesfalls wie angegeben ein RipStop Tuch. (kein Nahtmuster vorhanden, welches ein eventuelles weiter reißen des Tuches verhindern könnte.) Es ist ein sehr schweres und sehr dickes Tuch verwendet worden, welches sich leicht "schmierig" anfühlt.
    Nach den Bildern auf im Shop des Verkäufers Maxstore zu urteilen sind vollkommen andere Handels mitgeliefert worden.
    (Link: http://www.afterbuy.de/afterbu…d=10330&produktid=6018110 )


    Gleiches habe ich bereits schon bei anderen Dragonkites gesehen.


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    Der Test:


    Nach anfänglichen Fehlstarts ist es uns doch gelungen den Drachen zu starten. Von Anfang an viel uns auf, dass der Drachen an der !!!Oberkante!!! einklappte, wenn man die Bremsen löst. Beim Kurvenfliegen klappte der Drachen nicht nur an den Seiten ein, sondern zusätzlich auch in der Mitte (aber von der Oberkante aus).
    Beim Rückwärtsstart klappte der Drachen sofort zusammen.
    Die beschriebene hohe Zugkraft von bis zu 200kp konnte keinesfalls erreicht werden, trotz der Tatsache, dass wir den von 1 - 4bft empfohlenen Windbereich mit 4bft (15Knoten) voll ausnutzten.
    Der Drachen ist selbst für erfahrene Drachenflieger sehr schwer kontrollierbar.
    Beim Versuch einen Looping zu fliegen klappte der Drachen mehrmals ein und wiederum von der Oberkante des Drachens her, was sofort bremste und keine weitere Rotation ermöglichte.


    Was ich nicht nachvollziehen kann, ist folgende Aussage:


    Zitat

    Original vom Maxstore Internetshop


    Besonders praktisch sind die Knoten an den Griffen. Nimmt man sie heraus, bremst man und der Drachen steigt höher


    Dies würde bedeuten, dass ich duch lösen der Bremse den Drachen bremst und er daduch höher fliegt.
    1. Ein Widerspruch in sich,
    2. Wenn ich den Drachen bremse, kann er nicht höher fliegen.


    Buggyfahr Test:


    Erst als wir den Buggy angeschubbst haben, setzte er sich leicht in Bewegung. Wirklich viel Zugkraft konnte die Matte nicht aufbringen um den Buggy dementsprechend in Bewegung zu setzen und auf Geschwindigkeit zu bringen.


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    Fazit:
    Meiner Meinung nach ist der Drachen absolut unbrauchbar und nicht empfehlenswert.


    Begründung:
    Jeder Einsteiger Drachen, ob von Elliot, HQ, Wolkenstürmer, PKD oder sonstigen Herstellern fliegt um Welten besser und klappt nicht so komisch ein. bzw ist die Verarbeitung um einiges besser bei anderen herstellern..
    Der Preis bei Wolkenstürmer (günstigster anbieter der Einsteiger) für die 2,5m² Paraflex ist zwar leicht höher, aber diese Differenz sollte man mindestens invensieren.
    Die anderen Hersteller bieten dann nochmal mehr Qualität, sind leicht teurer, aber auf jeden Fall die bessere Wahl.




    Hier noch der Link zu unserem kleinen lustigen Testvideo.


    Grüße Sven


    PS: Der Beitrag wurde vorher von AchimX abgesegnet...
    - Editiert von Sven aus Heide am 12.02.2008, 13:24 -
    - Editiert von Scanner am 24.09.2009, 16:37 -
    - Editiert von Tom H am 03.11.2010, 11:07 -

    Toller Bericht! :H:
    Aber Die Handles und Leinen, waren nicht dabei, die waren von mir!

    Jan-Peter

    Siehste, so gehts auch ;)


    Danke für diesen ausführlichen Bericht

    Gruß
    Achim


    Wirkliche Intelligenz beginnt dort, wo man erkennt, dass es mit dem eigenen Unterscheidungsvermögen nicht so weit her ist......

    Ich habs gesehen :O ,ich sag mal so,ne Nasawing sieht in der Luft schöner aus und die fand ich bisher immer am häßlichsten.
    Ich muß euch aber auch wiedersprechen,bei den fetten Jumps die ihr da hingelegt habt waren die 200kp Zugkraft ja wohl locker erreicht.
    ;)
    Zur verteidigung des Luftsacks muß man noch sagen das der Wind eher bescheiden ausfiel! Bei 3bft mehr fliegt sie bestimmt und füllt sich auch mit Luft.....

    Cool, cool!


    Macht das mal auch mit anderen Modellen.
    Der Test gefällt mir.
    Und wenn ihr noch Jemanden sucht, der mittestet oder schreibt -> meldet euch mal, mir is gerade Langweilig: :D;)


    :H:


    Grüße vom Tobi

    Tobi or not Tobi, this is the question!

    Schöner Testbericht!


    Besonders ansehnlich war im Video ja die V-Form des Kites, die man im Gegenlicht der Sonne toll erkennen kann. Möglicherweise hilft dieses 'Mövenprofil' beim Verscheuchen von anderem Vogelgetier aus dem Kiterevier, um schweren Kite/Vogelunfällen vorzubeugen. Mal sehen wann sich das andere Hersteller abschauen 8-) :H:


    Überhaupt liegt für mich ja der Verdacht nahe, dass diese Matte eigentlich zum Trickfliegen konzipert wurde. Irgendein Trick muss ja dahinterstecken, dass das Ding TROTZDEM fliegt
    ;)


    Noch eine Frage: Fahrt ihr beim Buggy-Test bergab??

    - Carpe Ventum -

    Ich habe den Rest mal abgetrennt und in den Stammtisch verschoben.

    Gruß
    Achim


    Wirkliche Intelligenz beginnt dort, wo man erkennt, dass es mit dem eigenen Unterscheidungsvermögen nicht so weit her ist......

    Schöner Bericht (danke dafür) und das bestätigt genau das was ich von dem Kite bisher gesehen und gehört habe. Alleine die Bilder, welche zu sehen sind sprechen eine eindeutige Sprache. Wer das hier nun gelesen hat wird sich hoffentlich Gedanken darüber machen ob diese Kite zu gebrauchen ist oder nicht.

    HI
    Super Toller Bricht weiter so. :worship:


    Uwe

    Gruß Uwe


    Bei Einbruch der Finsternis ist mit Dunkelheit zu rechnen

    Also, ich weiß immer gar nicht, was Ihr alle gegen die Dragonkites habt! :D
    Meine Freundin hat der Beschreibung im Internet vertraut und mir letztes Jahr einen zum Geburtstag geschenkt! Mein erster Vierleiner! Ein gaaanz tolles Ding (gelegentlich liest sie mit ;) ) Vielleicht bin ich ein Kiter-Naturtalent, vielleicht liegt es daran, dass die Matte ein Geburtstagsgeschenk war, vielleicht ist es auch einfach nur ein Wunder - aber das Teil fliegt! Hier der Beweis (mit ein bisschen beachiger Mucke unterlegt - das Ohr sieht schließlich mit):


    Dragonkite "Burning Sky" in Aktion


    Mein Fazit: auf einer Skala von 1 bis 10 - wobei "10" ein Flysurfer Pulse 2 ist und "1" ein nasses Handtuch mit vier Leinen - landet der Dragonkite "Burning Sky" auf einer guten 2 :D

    Schaut genau hin,
    Wie groß mag das Windfenster sein?
    Wie sieht denn die Schleppkante aus?
    Und Zugkraft? ich glaube es haut da niemanden aus den Socken.


    Aaaber,.. die Matte fliegt.....!

    Gruß
    Achim


    Wirkliche Intelligenz beginnt dort, wo man erkennt, dass es mit dem eigenen Unterscheidungsvermögen nicht so weit her ist......

    Also zu dem Thema Windfenster. Völlig ohne Vergleich/Wertung, weil ich das bei anderen Matten noch nicht ausprobiert habe: Bei der o.g. Matte befindet sich das nutzbare Windfenster 45° vom Piloten in alle Richtungen (auch nach oben, denn in den Zenit haben wird das Ding nicht bekommen, soweit ich mich erinnere)
    Ob das nun viel oder wenig ist, möge jeder für sich ausmachen...