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| Drachenforum - die freundliche Community |
 | Welche Lenkmatte ist die Richtige für mich:
Dieser Beitrag richtet sich an alle die, die vor dem Kauf ihrer ersten Lenkmatte stehen.
Das Angebot an Lenkmatten ist mittlerweile breit gefächert und in weiten Teilen, von guter bis sehr guter Qualität!
Als erstes sollte man sich mal auf den Herstellerseiten umschauen, welche Drachen es überhaupt aktuell gibt, und welche Vorteile sie bieten. Damit lässt sich der Kreis der in Frage kommenden Drachen schon gut abgrenzen. Im Forum finden sich in der Regel zu neuen Drachen schnell ein paar Threads. Über die Suche kann man hier eine Vielzahl an Meinungen zum jeweiligen Wunschkandidat einholen.
Liste (Auswahl) von Herstellern:
U-Turn: http://www.u-turn.de/
Paracontrol: http://pkd-kites.com/
HQ Powerkites: http://www.powerkites.de/
Radsails: http://www.radsails.com/
Libre: http://www.libre.de/
Elliot: http://www.elliot.de/
Wings: http://www.wings-to-fly.de/
Ozone: http://www.flyozone.com/
Wolkenstürmer: http://www.wolkenstuermer.de/
Rhombus: http://www.rhombus.de/
Flexifoil: http://www.flexifoil.com/ (englisch)
Advance: http://www.advance-kites.com/ (englisch)
Flysurfer: http://www.flysurfer.de/
Zebra Kites: http://www.zebrakites.com/
Peter Lynn: http://www.peterlynnproducts.com/
Gin Kites: http://www.ginkites.com/
Cooperkite: http://www.cooperkite.nl/
Einsteigerdrachen sind für einen gelungenen Anfang unbedingt zu empfehlen! Intermediates, oder noch dramatischer Hochleister, können den unerfahrenen Piloten schnell überfordern und sorgen eher für Frust als Spaß und können sogar lebensgefährlich werden, wenn man das Verhältnis Schirm+Größe+Wind noch nicht einschätzen kann. Als Anfänger kann man, je nach Wind, auch mit einem Einsteigerdrachen mächtig bis zu viel zu tun haben!
Eine Lenkmatte für alle Bereiche gibt es nicht. Schon der immer unterschiedliche Wind lässt darauf schließen, dass man langfristig für die Ausübung des Hobbys mehrere Lenkmatten benötigt. Daraus folgt aber auch, dass das Einsteigermodell mit dem man angefangen hat, später durchaus gerne wieder zum Einsatz kommen kann / wird.
Zudem ist nicht jeder Drachen für jeden Zweck gleichermaßen geeignet, hier sollte man sich auf die Herstellerangaben verlassen und insb. auch einen Blick auf die Reaktionen zum Wunschkandidaten im Forum werfen. Es gibt jedoch unterschiedliche Konzepte die es ermöglichen, durch Veränderung des Anstellwinkels den Drachen für einen breiteren Einsatzbereich verfügbar zu machen, der Nutzen ist hier jedoch auch begrenzt. Depowerschirme bieten von Haus aus durch Ihre Trimmbarkeit einen höheren Windbereich als ein klassischer Vierleiner, allerdings werden diese durch die Bar (Lenkstange) im Buggy meist gemieden.
Der Preis des Drachen kann Angaben über die Leistung machen, muss er aber nicht! Ein günstiger Schirm muss nicht zwingend ein Einsteigerdrachen sein, während ein Einsteigerschirm nicht zwingend günstig sein muss. Zudem liegt es in der Natur der Sache, dass das günstigste Angebot nicht zwingend auch das Beste sein muss. Der Preis entscheidet hier in erster Linie über die verwendeten Materialien und die Verarbeitungsqualität. Hier geht es nicht nur um die Haltbarkeit, sondern auch, und dies ist noch wichtiger, um ein anständiges Flugbild des Drachen selbst.
Die Wahl des Drachen kann man bereits als Neueinsteiger vom beabsichtigten Einsatzweck abhängig machen, möchte man jedoch nicht irgendwann aufs Wasser, kann ein klassischer Vierleiner eigentlich in jedem Bereich eingesetzt werden und stellt den idealen Anfang dar. Ob es ein Zwei- Drei- oder Vierleiner wird hängt vom persönlichen Geschmack ab, wobei die Vorteile durch den möglichen Rückwärtsstart, das kontrollierbarere fliegen und landen klar beim Drei- bzw. Vierleiner liegen. Bei einem Zweileiner empfiehlt sich gerade zu Anfang unbedingt ein Flughelfer.
Die Größe des Schirms sollte man davon abhängig machen, bei welchem Wind man in welchem Bereich fliegt. Im Binnenland hat man häufig mit wenig Wind und starken Böen sowie Verwirbelungen zu kämpfen, während am Strand häufig „sauberer Wind“ herrscht. Es empfiehlt sich die Wahl auf 2-4qm zu beschränken.
Die 7ner Regel ist eine für den mittleren Wind- und Schirmbereich gängige Rechnung, die es dem Einsteiger ermöglichen soll, je nach Wind die richtige Schirmgröße zu wählen. Sie besagt, das die Summe aus qm und Bft sieben ergeben soll, daraus ergibt sich:
2Bft = ~5qm
3Bft = ~4qm
4Bft = ~3qm
5Bft = ~2qm
6Bft = ~1qm
Natürlich ist diese Rechnung nicht immer korrekt, jedoch kann sie als Ansatzpunkt hilfreich sein. Unterhalb von 2Bft ist die Größe eine Lenkmatte stark vom Piloten / Buggy / Untergrund abhängig, um überhaupt noch Vortrieb zu leisten, oberhalb von 6Bft ist es für den Einsteiger generell sinnvoller, den Schirm liegen zu lassen.
Hinzu kommt insb. für das Binnenland, das die Heftigkeit der Böen mit der Stärke des Windes zunimmt. Eine im Wetterbericht angekündigte mittlere Windgeschwindigkeit von 4Bft kann also auch gerne eine 5Bft oder 6Bft Böe enthalten!
Auf den folgenden Seiten findet man regionale Wetter- und Windvorhersagen:
http://www.windfinder.com/
http://www.windguru.cz/de/
Sie ersetzen trotz allem keinesfalls den gesunden Menschenverstand oder den eigenen Windmesser!
Es kann einem niemand die Wahl abnehmen, für welchen Schirm aus einer Auswahl man sich jetzt entscheiden soll. Zum einen gehören viele Faktoren dazu, ob ein Pilot mit einem Schirm warm wird, weshalb sich eine Ferndiagnose von vornherein ausschließt, zum anderen zeigt die Erfahrung, dass die ersten Berührungen des Anfängers mit dem Sport derart berauschend ausfallen können, dass jeder Schirm der richtige ist.
Die Hersteller bauen, man beachte hier ein wenig die Preisstaffelung, heute auch im Einsteigerbereich qualitativ gute Drachen, welcher es letztendlich wird kannst nur Du entscheiden! Unterschiedliche Charakteristika sind den entsprechenden Threads zum Schirm oder direkt vom Hersteller zu entnehmen, was Dir wichtig ist musst Du auch selbst wissen!
Probefliegen:
Einige Hersteller bieten auf Ihren Seiten ihre Produkte zum Probeflug an. Diese liegen dann häufig gegen Abgabe von Kaution / Personalausweis beim Händler bereit. Zudem empfiehlt sich ein Blick in die Mitgliederlandkarte um zu schauen, ob es bereits andere Leute in Deinem Umkreis gibt, die Lenkmatten fliegen. Vielleicht gibt es auch schon einen Stammtisch für Deine Region, dem Du Dich anschließen kannst?
Die eigene Erfahrung verschiedene Drachen in die Hand zu nehmen, Probe zu fliegen und Unterschiede zu spüren, ist durch nichts zu ersetzen!
Unterschiede der Mattenklassifizierungen:
Standard Traction-Vierleiner Lenkmatten werden in unterschiedliche Klassen eingeordnet, um sie für den Anwendungszweck besser unterscheidbar zu machen. Zu beachten ist, dass die Übergänge fließend sind, zudem herrschen teils erheblich abweichende Meinungen zu den einzelnen Drachen und ihren Einstufungen.
Einsteigerschirme:
Hier wird dem Anfänger in der Regel direkt alles mitgegeben, was er für einen erfolgreichen Start in das Hobby benötigt. Die Drachen selber zeichnen sich durch ein gutmütiges Flugverhalten aus, was sich z.B. im sanften Druckaufbau zeigt. Böse Überraschungen sollten hiermit also aus bleiben. Das Zubehör ist je nach Hersteller sehr umfangreich bis wunschlos vollständig.
Allrounder:
Der Allrounder, ein erst vor einiger Zeit eingeführter Begriff, ist die Schnittstelle zwischen einem Einsteiger und einem Intermediate. Die Drachen bestechen durch bereits gute Leistungen im Traction Bereich, sind aber lieb genug den Piloten nicht zu überfordern. Der Allrounder kann wie der Einsteiger eigentlich immer und von jedem geflogen werden.
Intermediate:
Der Intermediate ist die Klasse vom Allrounder zum Hochleister, und je nach Drachen, kann hier die Charakteristik bereits deutlich unterschiedlich ausfallen, je nach dem, wohin der Schirm tendiert. Diese Drachen haben bereits eine sehr hohe Leistung und benötigen eine erfahrene Hand. Sie verhalten sich instabiler als Einsteiger, sind aber beherrschbarer als Hochleister. Der Intermediate gilt als Kompromiss gemeinhin als der Kite für den Traction Bereich im Binnenland.
Hochleister:
Der Hochleister ist ein auf Leistung, nicht auf Bedienbarkeit, getrimmter Rennschirm. Er verfügt über hohe Leistungen auf allen Kursen zum Wind. Sie gehören nicht in die Hände von Anfängern, erst recht nicht wenn dieser ohne Hilfe seine ersten Schritte macht. Hochleister setzen Kommandos und Flugfehler radikal um, Böen werden ebenso sofort in Vortrieb umgesetzt, weswegen von einem Einsatz im Binnenland abzuraten ist.
Anregungen erwünscht! |
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