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Bewertung: 1.1 [7 Stimmen]

Drachenbau: Drachennase aus Kevlar/Cordura mit Einfalt-Technik   

Drachennase aus Kevlar/Cordura mit "Einfalt-Technik"


Hallo zusammen!

Beim Bau von Drachennasen habe ich mir schon mehrfach darüber Gedanken gemacht, wie das je nach ausgeführter Konstruktion nötige Abtrennen der überstehenden Ecken vermieden werden kann... die entstehenden Schnittkanten finde ich nicht besonders schön.

Dabei habe ich dann unten abgebildete Einfalttechnik angewendet und ich finde das Ergebnis eigentlich sehr schön. Den inneren Aufbau habe ich vom 4Speed-Workshop übernommen.

Bei der Materialwahl stehen viele andere Möglichkeiten zur Auswahl. Das hat sich auch angedeutet, als ich meine Konstruktion in diesem Thread zur Diskussion gestellt habe. Die Meinungen zu meiner Konstruktion waren unterschiedlich, teilweise sehr positiv, aber auch konstruktiver Verbesserungsvorschläge wurden geäußert... über die Sinnigkeit bestand keine 100%ige Einigkeit...

Die abgebildete Nase ist für einen kleinen Speeddrachen gedacht und ich denke dafür stabil genug aufgebaut. Im Powerbereich ist es wahrscheinlich angebracht sie stabiler aufzubauen. Cordura in der Stärke 1000den wäre eine Möglichkeit, oder auch LKW-Plane als äußere Schicht. Ob bei steiferen Materialien die Einfalttechnik noch praktikabel ist muss probiert werden.

Auch bei Trickdrachen mit viel Bodenarbeit ist eine abriebbeständigere äußere Schicht wahrscheinlich angebracht, das von mir verwendete Cordura macht einen recht weichen Eindruck.

Im verwendeten Kevlarband sind die Fasern fast ausschließlich in Längsrichtung angeordnet. Ein Band mit Gewebestruktur wäre wahrscheinlich noch stabiler. Tipps über Bezugsquellen nehme ich gerne entgegen.

Aber nun genug geschwafelt...

Als Material benutze ich 7cm breites Cordura und ein 4cm breites Kevlarband. Als erstes sollte der Kielstab durch einen Dacron-Tunnel geführt werden. Dieses verhindert, dass dieser beim späteren Einstecken in die Drachennase gegen die Kevlar-Kante stößt.




Das Kevlar wird der Länge nach 2cm breit gefalzt und mit Nittotape auf die Drachenspitze geklebt. Die Ränder müssen dann vorsichtig bündig mit der Leitkantentasche abgeschnitten werden. Ein heißes Abtrennen von Kevlarband ist nicht möglich.




Anschließend wird das Cordura auch mittig gefalzt und auf der Rückenseite des Drachen bereits ebenfalls mit Nittotape angeklebt. Auf der Vorderseite des Drachens wird das Cordura nach abgebildetem Schema gefaltet. Nun können einfach die Stellen markiert werden, welche vom Cordura heiß abgetrennt werden müssen.




Nachdem die Nase wieder auseinandergefaltet wurde, wird sie wie folgt auf beiden Seite heiß abgeschnitten.





Danach wird sie wieder nach gleichem Schema gefaltet, mit Nitto-Tape festgeklebt und kommt unter die Nähmaschine. Eine Cordura/Kevlar-Nase lässt sich wesentlich einfacher nähen als eine herkömmliche Nase aus Gurtband. Meine Nähmaschine hat bei den verwendeten Materialien ohne Handzusatz-Antrieb geschafft...
Fertig genäht sieht sie wie folgt aus, ich habe mit roten Strichen die Nährichtung markiert. Es wurde auch vorgeschlagen, die Nähte zwei oder dreifach auszuführen, aber durch zu häufiges Einstechen kann auch das Nähgut geschwächt werden. Bei 60er Serafil-Garn sollte auch eine Einfach-Naht reichen.




Bestabt ergibt sich dann folgendes Bild, ich finde eigentlich sehr schick. Mal schauen wie lange sie hält... was natürlich auch mit meiner Flugtechnik zusammen hängt. Aber die Speed des Kleinen ist auch nicht zu verachten...




Fertig! Erfahrungsberichte als Ergänzung, wie auch Modifikationen zu diesem Artikel wären sicherlich sinnvoll, also an die Tasten... ;-)

Autor: Maik aka Maich
E-Mail: maich [ät] freenet (Punkt) de

Geschrieben von IndoorJo am 17/04/2006 um 13:33
Email an den Autor | Steckbrief vom Autor ansehen

Zuletzt bearbeitet von IndoorJo am 17/04/2006 um 13:36



Kommentare zum Artikel: Drachennase aus Kevlar/Cordura mit Einfalt-Technik
1. Kommentar von mopped am 16/03/2007 um 22:27
geo_ha@web.de
Diese Nase ist erstklassig! Sehr robust, nahezu unzerstörbar. Besonders hervorzuheben: Man muß an der LK keine Überstände abschneiden, nachdem die Nase dort per Naht fixiert wurde. Dadurch wird diese elende Schwachstelle anderer Nasen vermieden. Super! Grüße Georg

2. Kommentar von Maik am 09/08/2007 um 13:38
maich@freenet.de
Ich baue meine Nasen noch immer nach beschriebener Methode, nur das ich die Naht oben quer über den Kielstäben fehlen lasse. Das heißt ich nähe noch neben den Kielstab und das Dreiek durchgängig. Und eine Naht die Außenkante der Leitkante entlang. Ansonsten habe ich mittlerweile einstabileres Condura gefunden... Gruß, Maik
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