- ACE
Rautenförmiger Lenkdrachen (Nachfolger der Peter Powell), der meist mit 12 oder 15m langem Schlauchschwanz geflogen wird. "Der" Lenkdrachen der 80er wurde/wird oft in großen Gespannen geflogen, wobei die Schwänze die Flugbewegungen in den Himmel zeichnen.
- Aldi-Bomber
Abfällige Bezeichnung für eine der häufigsten "Einstiegsdrogen" des Lenkdrachenfliegens.
Die so benannten Stabdrachen von Aldi, Lidl, Tschibo, OBI uam. zeichnen sich durch einen sehr günstigen Preis, dementsprechend bescheidenen Flugeigenschaften und lauten Fluggeräuschen aus, denen sie wohl den Namen "Bomber" zu verdanken haben.
- Allrounder
Drachen, der möglichst viele Bereiche abdeckt und sowohl trickreich als auch präzise ist oder auch beides nicht richtig ist...
- Bauart
Die Bauart entscheidet letztendlich welcher Klasse ein Drache zugeordnet wird. Die Klassen lassen sich grob in Power, Trick und Präzision einteilen.
- Bol

Eine Bol ist ein sich drehendes Windspiel, das entweder in eine Drachenleine gehängt wird, oder direkt am Boden verankert wird. Während kleine Bols recht harmlos sind, entwickeln große Bols extreme Zugkräfte
- Bomber
Abfällige Bezeichnung für Lenkdrachen, die sich durch besonders laute Fluggeräusche auszeichnen
» Siehe auch: Aldi-Bomber
- Centipede
Einleiner-Drachen nach traditioneller chinesischer Bauart, bei der hinter einem Drachenkopf aus Bambus und Seide eine Kette aus vielen kleinen meist kreisrunden Flachdrachen befestigt ist. Jeder dieser Scheibendrachen verfügt über Federn zur Stabilisierung. Drachen dieser Art gelten als Glückssymbol und wurden in der Qing Dynasty (1644-1911) so hoch wie möglich steigen gelassen, um dann die Leine zu kappen und den Drachen den Naturgewalten zu überlassen. Die Chinesen glaubten, daß damit auch alle Sorgen und Gefahren mit davonflögen.
Heute zählen solche Drachen zu den kostbarsten überhaupt, deren Versicherungswert meist im mehrfachen 5-stelligen Bereich liegt. Die größten dieser Drachen erreichen Längen von über 300m und bestehen aus vielen hundert Einzelscheiben. Der Begriff "Centipede" stammt aus dem englischen für "Vielfüßler".
- Cody
Der Cody ist ein Kastendrachen, benannt nach seinem Konstrukteur Samuel Franklin Cody, der ihn um 1900 entwickelte. Cody wußte von Hargraves Erkenntnis des zusätzlichen Auftriebs zweier übereinander liegender Segelflächen. Es war ebenfalls bekannt, dass parallel zum Wind stehende Segelflächen für Stabilität, quer zum Wind stehende für Auftrieb sorgen.
Cody entwickelte eine Mischform mit schrägen Flügelspitzen. Aus seinen Drachen entstand sogar ein menschentragendes System. Es wurde in England während des 1. Weltkrieges zu Beobachtungszwecken eingesetzt.
- Dart
Einer der Klassiker unter den Lenkdrachen. Die "Dartform" findet sich in fast allen Stablenkdrachen wieder.
Je nach Anspruch wird sie dann abgewandelt, im Powerbereich ist sie noch am ehesten zu beobachten.
- Delta
Delta steht sowohl für die Form eines Einleiners als auch für die meisten Zweileiner.
Der Einleinerdelta hat einen Kielstab und eine Spreize welche das Tuch locker in Form halten. Eine Waage haben diese nicht da die Flugleine direkt am Drachen befestigt wird.
Der Delta als Zweileiner steht mit seiner Grundform Pate für alle mit bekannten Stab-Lenkdrachen welche mit zwei Leinen gesteuert werden. Hierbei ist es dann egal welcher Kategorie ein Drachen zugeordnet wird.
» Siehe auch: Waage
- Deltadrachen
» Siehe auch: Delta
- Diamant
So wird der rautenförmige ACE auch genannt.
» Siehe auch: ACE
- Drachentyp
Damit können Trickdrachen, Präzisionsdrachen, Powerdrachen oder Speeddrachen gemeint sein.
Man unterscheidet auch Zweileiner, Vierleiner und Einleiner.
Bei den Zweileinern unterscheidet man auch noch zwischen SUL, UL, Std. Vented.
- Dreileiner
Lenkdrachen, der mit drei Leinen gesteuert wird. Dabei wird meist ein besonderer Lenkgriff verwendet und mit nur einer Hand durch Kippen des Griffes gesteuert.
- Eddy
Der Eddy ist DER Drachen schlechthin. Jeder kennt ihn und fast jeder hat schon mal so einen als Kind gebaut.
Er sieht aus wie ein verschobener Salmi und kann aus zwei Holstäben, einem Stück Papier oder Stoff, etwas Klebeband und etwas Schnur hergestellt werden.
Die Holzstäbe werden im rechten Winkel übereinander gelegt wobei der waagerecht liegende im oberen drittel des senkrechten Stabes zu liegen kommt. Nun werden sie gegen verutschen fixiert. Das Papiersegel passend ausschneiden und aufkleben, fertig.
Nun noch eine Schnur vom Kreuz zum unteren Ende ziehen, festknoten und daran die Flugleine festknoten.
- Einleiner
Drachen, der an nur einer Leine fliegt, z.B. traditionelle Stand- oder Kampfdrachen.
- Einsteigerdrachen
Sollen Drachen sein, welche "einfacher" zu fliegen sind, vom Gestänge her robust gestaltet sind, und preislich im Rahmen liegen.
Es wird oft nach Einsteigerdrachen gesucht, und im Forum / der NewsGroup werden auch solche empfohlen.
Hier Marken oder Modelle aufzuzählen wäre jedoch glaube ich nicht im Sinne des Erfinders...
- Einstiegsdrachen
Der Einstiegsdrachen oder "mein Erster" ist Schuld das man dem Hobby Drachenfliegen verfallen ist. Es ist vollkommen gleichgültig ob man seine ersten Erfahrungen mit einem Billigdrachen oder einem HighTech-Gerät gemacht hat denn entweder packt einen die Sucht oder eben nicht.
- Flachdrachen
Begriff zur Charakterisierung einer eher flachen, zweidimensionalen Bauweise von Einleiner-Drachen im Gegensatz zu Kastendrachen.
- Flare
Ein Einleiner-Leichtwinddrache mit gewöhnungs(einstell)bedürftigen Flugeigenschaften (Zweipunktwaage)
» Siehe auch: Leinenwinkel
- Fullsize-Drachen
Ein Drachen der eine Spannweite zwischen 230-250cm hat.
Von Johannes Reißer:
Ein Fullsize- Drachen ist ein Drachen mit einer Leitkantenlänge von 165cm.
Daraus resultiert eine Spannweite von ca 230cm - 250cm je nach Nasenwinkel. - Generator
» Siehe auch: Bol
- Genki
Einleiner der bei wenig Wind fliegt.
Die Form könnte man grob als Rechteckig bezeichnen.
- Gespann
Ein Gespann besteht aus drei oder mehr Drachen, die wie ein Drachen geflogen werden.
» Siehe auch: Lenkdrachengespanne
- Gibson Girl
Der Gibson Girl Kite wurde im 2 Weltkrieg als Rettungsdrachen von der Navy/Airforce eingesetzt.
Er gehörte in Kampfflugzeugen zu einem Überlebensset bestehend aus Schlauchboot, Sender und Drachen. Wenn der Pilot "Wassern" mußte, konnte er den Drachen steigen lassen. Als Flugschnur (die im Sender war) wurde ein dünner Draht benutzt der gleichzeitig als Antenne diente. So konnte der Pilot SOS funken.
- Großdrachen
Damit meint man Drachen, die große Ausmaße besitzen, große Zugkräfte entwickeln und deshalb meist nicht von einer Person alleine geflogen werden können. Besondere Sicherheitsvorkehrungen müssen getroffen werden.
- Hamburger-Diamant

Diamantdrachen der Seewarte Hamburg Großborstel
Dieser Diamantdrachen ist ein Kastendrachen, er war mit elastisch zurückklappbaren Flügeln ausgestattet. Das Gestänge bestand aus Reedwood und Sitkatfichte (so wird er heute nachgebaut). Der Drachen hat in der maximalen Version eine Breite (mit Flügel) von 360cm, eine Länge von 220cm und eine Tiefe von ca 110cm. Der Drachen wurde mit Baumwollstoff bespannt. Die Holzleisten haben eine Durchmesser von 12x24mm. Der Drachen hat 4 Spannkreuze. In der Vorderen 2 (je nach Windstärke wurden auch 3 Paare eingesetzt) in der hinteren Zelle 2 Kreuzpaare. Der Drachen wird oder wurde innerhalb der Zellen mit Drähten verspannt, was dem Drachen in sich noch eine Steifigkeit brachte oder bringt. Die Waage dieses Drachen war (ist zweiteilig) der vordere Schenkel ist eine feste Schnur (oder Draht) und der hintere Schenkel (der mit dem vorderen Schenkel zusammengeführt wurde) war ein Teil Schnur und ein Teil Gummiband. So hatte (hat) der Drachen den Vorteil in weiten Windbereichen zu fliegen. Auf der einen Seite haben die Flügel durch den geringen Gewichtszuwachs und dennoch vergrößerter Oberfläche, den Vorteil gebracht den Drachen bei wenig Wind aufsteigen zu lassen, aber durch das Zurückklappen der Flügel und der Waage den Drachen in ziemlich hohen Windbereichen (Windstärke 8 ist für diesen Drachen kein Problem, aber für den Menschen) fliegen zu lassen.
- Hargrave
Lawrence Hargrave hat 1892 einen Kastendrachen mit einem Flügelprofil erfunden.
Der Kastendrachen besaß gekrümmte Holzlatten auf der Segelfläche und somit erzeugte der Drache bei wenig Wind schon enorme Zugkräfte. Der Drache wog ca. 12 Kg und flog schon ab 2,5 Windstärken. Lawrence benötigte "nur" fünf Drachen um sich liften zu lassen.
- Indoordrachen
Ein Indoordrachen ist ein Drachen der Indoor geflogen wird. Dieser Drachen unterscheidet sich ausser im Gewicht nicht von Standarddrachen (Outdoordrachen). Das Gewicht der Drachen beträgt in den meisten Fällen nur wenige hundert Gramm, damit der Drache in der Halle einfach zu bewegen ist.
» Siehe auch: Indoor-Kiting
- JitB
Abkürzung für den Lenkdrachen Jack in the Box.
- Joystickkite
Einer der bekanntesten Vertreter der Dreileiner-Drachen.
» Siehe auch: Dreileiner
- Kampfdrachen
Drachenkämpfe sind in asiatischen Ländern seit vielen Jahrhunderten Tradition. Je nach Region gibt es dafür unterschiedliche einleinige traditionelle Kampfdrachen. Sieger beim Drachenkampf ist der, dessen Drachen als letzter noch am Himmel steht, während die gegnerischen Drachen zu Boden gedrängt oder abgeschnitten wurden. Drachenkämpfe haben in neuester Zeit auch Einzug auf europäischen Drachenfesten gefunden. Hier ist der Rokkaku das bekannteste und meistverwendetste Kampfdrachen-Modell.
- Kastendrachen
Begriff zur Charakterisierung einer kastenförmigen Bauweise von Einleiner-Drachen im Gegensatz zu Flachdrachen.
» Siehe auch: Sauls
- Knattervogel
Aldi-, Kaufhaus- & Co Drachen
Im allgemeinen Drachen, die keine Saumschnur eingezogen haben und dadurch bedingt im Flug anfangen Lärm zu machen.
» Siehe auch: Lärm
- Kunstdrachen
Der Drache als Kunstobjekt bzw. Kunst auf dem Drachen. Anfang der 90er wanderte eine große Drachenausstellung mit von Künstlern gestalteten Drachen um die ganze Welt - inzwischen befindet sich die gesamte Ausstellung im Art Kite Museum in Detmold.
- Leichtwinddrachen
Drachen der im Windbereich zwischen 0 und 2 Bft. fliegt. In Drachensets werden solche Drachen als UL (UltraLight) bzw. SUL (SuperUltraLight) bezeichnet.
- Lenkdrachen
Drachen mit zwei oder mehreren Leinen, die von Piloten durch Ziehen an den entsprechenden Steuerleinen gelenkt werden können.
- Lenkdrachengespanne
Mehrere Drachen, die aneinandergekoppelt von einem Piloten geflogen werden können. Bekanntester Gespanndrachen ist der ACE, der selbst für Anfänger als Gespann zu fliegen ist - ebenso der Speedwing.
Auch möglich sind Gespanne aus immer größer werdenden Drachenmodellen, wobei der Vorderste immer der Kleinste ist, damit es keinen Strömungsabriss für die hinteren Drachen gibt.
Relativ neu ist auch das Stacken (hintereinanderkoppeln) von Lenkmatten.
» Siehe auch: Gespann
- Lenkmatte
Stabloser Lenkdrachen
» Siehe auch: Matte
- Manja
Indische Drachenkampfschnur; dünner Baumwollfaden, präpariert mit einer Mischung aus Leim, Farbe und zerstoßenem Glas.
- Matte

So werden die Lenkmatten genannt, meist stablose Drachen. Eine Matte besteht aus einzelnen Kammern, die zusammengenäht werden. Die Matten haben Lufteintrittsöffnungen, d.h. sobald Strömung an der Matte anliegt füllt sich die Matte mit Luft.
» Siehe auch: Lufteintrittsöffnungen
- Mini
Das ist ein Drachen, z.B. Minimaster.
Dieser Drachen hat ein Gewicht von ca.17g und eine Spannweite von 70 cm.
- Miniatur
Wie bei allen Hobbys gibt es auch von unserem, den Drachen, "echte" Miniaturausgaben. Diese Minis sind immer nur Eigenbauten und stehen dann in Vitrinen, hängen an Lampen oder am Rückspiegel des Autos.
Weitere Minis gibt es auch als Schmuck in Silber gegossen und können dann als Ohrring und Kettenanhänger getragen werden.
- Modell
Von den meisten Ein- und Mehrleiner-Drachen gibt es verschiedene Varianten für unterschiedliche Windverhältnisse oder Anforderungen. Diese Varianten oder auch Modelle werden z.B. im Lenkdrachenbereich nach den erforderlichen Windverhältnissen aufgesplittet: Es gibt Ultraleicht- oder Leichtwindvarianten (Bezeichnung: SE=Superextreme, UL=Ultraleicht), Varianten für mittleren Wind (Bezeichnung: Standard) und Varianten für starken bis sehr starken Wind (Bezeichnung: Semi-Vented, Vented und SuperVented).
Von Susanne Praast:
Bei der Vielzahl der angebotenen Drachen ist sicher auch das richtige Modell für Dich dabei. Zuerst solltest Du Dir überlegen, in welchem Gelände Du überwiegend fliegen wirst: z.B. an der See oder eher bei leichterem Wind im Binnenland? Dies ist beim Kauf zu berücksichtigen. Möchtest Du eher einen zugkräftigen Drachen oder eher einen tricktauglichen Flieger? Oder macht es Dir Spaß präzise Figuren an den Himmel zu zaubern? Wenn Du Dir vor dem Kauf diese Fragen beantwortest, kann ein Fachgeschäft Dir ganz bestimmt den richtigen Drachen anbieten. - Nullwind Drachen
Sind Drachen, welche durch ihren ultraleichten Aufbau auch dann geflogen werden können, wenn gar kein Wind weht.
» Siehe auch: UL
- OKD
Der OKD ist ein Einleiner-Drachen. OKD steht für Open Keel Delta. Der OKD gehört zu den sog. Thermikschnüfflern, die bereits mit sehr wenig Wind auskommen. Ein Bild ist hier zu sehen
- Papierdrachen
Früher wurden Drachen oftmals aus Papier gebaut. Dabei handelt es sich grundsätzlich um Einleiner-Drachen.
Von Roswitha Petz:
Papier fordert und fördert die Kreativität und Experimentierfreude bei der Bauweise.Sie können aus großen und kleinen Teilen bestehen. Man kann sie bemalen, färben oder seine künstlerische Fähigkeiten daran auslassen. Papiersegel können an Rahmen aus Holz, Bambus oder Kohlefaserstäben befestigt werden. Die Möglichkeiten sind unendlich. - Paraflex
Modellbezeichnung einer Matte
» Siehe auch: Matte
- Parafoil
Stabloser Drachen, der durch den Wind aufgeblasen die Form eines Tragflügels erhält. Diese Drachen werden oft auch als Matten oder Schirme bezeichnet.
- Powerdrachen
Mit dem Begriff Powerdrachen werden all die Kites bezeichnet, die über einen sehr starken Zug verfügen, d.h. durch den Wind einen sehr starken Zug auf die Hauptleinen bringen. Dies können sowohl Stabdrachen, wie auch Lenkmatten sein. Meistens jedoch nur grössere Drachen mit entsprechend viel Fläche [m²]
- Rautendrachen
» Siehe auch: ACE
- Rev
» Siehe auch: Revolution
- Revolution

Der Revolution war der erste Vierleiner den es gab. Es gibt (gab) die Modelle:
1
2
EXP
1.5 SLE
Supersonic
Shockwave
Blast
Superblast
(Infos zu den Modellen unter www.revkites.com)
Obwohl das System der Drachen schon relativ alt ist, sind die Revs noch voll auf dem Stand der Technik. Der Rev wird sehr viel nachgebaut, da er recht einfach zu bauen ist. Auf dem Bild ist ein Rev 1,2b Eigenbau zu sehen. Dieser Revtyp wurde von Michael Hildebrandt entwickelt und wird nicht kommerziell hergestellt.
- Rogallo
Francis Rogallo ist ein amerikanischer Luftfahrtingenieur und ein aeronautisches Genie. Rogallo, Francis erkannte 1947/48 (also zu einer Zeit, da Flugzeuge schon seit fast 50 Jahren mit starren Flügeln gebaut wurden), dass flexible Flügel bessere Stabilität ermöglichen, als eine starre Fläche sowie, dass sich der Flugkörper dem Wind anpassen sollte, nicht der Wind der Form des Fluggeräts.
Seine Entwicklungen erwiesen sich später als bahnbrechend für die sichere Landung zurückkehrender Raumkapseln.
- Rokkaku
Bekannter sechseckiger Einleinerdrachen, der auch auf europäischen Drachenfesten als Kampfdrachen eingesetzt wird.
» Siehe auch: Sanjo Rokkaku
- Roloplan
Der Roloplan ist ein Einleiner-Drachen, der um 1908 in Deutschland entwickelt und verkauft wurde. Der damalige Hersteller war die Spielwarenfirma "Steiff", die heute nur noch durch ihre legendären Plüschtiere bekannt ist. Beim Roloplan handelt es sich um einen Flachdrachen mit zwei Segeln. Das obere, das etwa zwei drittel der Gesamtsegelfläche ausmacht, ist trapezförmig, während das untere dreieckig ist. Stoffbänder zwischen den beiden Segeln, verhindern, daß sich der Drachen im Flug verwindet. Durch diese Konstruktion flog der Roloplan auch ohne Schwanz bereits ausgeprochen stabil. Viele Drachenbauer wurden vom Roloplan inspiriert und haben dessen Grundprinzip weiterentwickelt, wodurch Drachen, wie der Pelham Roloplan, der Pearson Roller, der Metzger Roller und viele andere mehr entstanden.
- Sanjo Rokkaku
Unter dem Buchstaben R findet man " Rokkaku", der als sechseckiger Drachen beschrieben ist. Das ist insofern richtig, dass die Drachenform ein sechseck bildet. Der bekannte japanische Drachen, der hier gemeint ist, heisst aber richtig "Sanjo Rokkaku", wobei mit Sanjo die Provinz gemeint ist,von wo der Drachen stammt.
Rokkaku leitet sich aus "Roku" für sechs und "Kaku" für Ecke ab. ( z.B. "Hakkaku" = Achteck ). Dieser Drachen ist also richtig unter dem Buchstaben R einzuordnen.
» Siehe auch: Rokkaku
- Schirm
Mit Schirm ist in der Regel eine Lenkmatte, ein Powerkite, gemeint der ähnlich dem Gleitschirm durch Lufteintrittsöffnungen gefüllt wird und dabei enormen Zug entwickeln kann.
» Siehe auch: Matte
- Schirmdrachen
Der Schirmdrachen ist ein Drachen, der mit sehr grossem Erfolg bei wissenschaftlichen Drachenaufstiegen eingesetzt worden ist. Entwickelt ua. aus dem Hargrave, wurde er vor allem vom königlich, preussischen Institut in Lindenberg, nahe Berlin, zur metereologischen Beobachtung eingesetzt. Am 1 August 1919, wurde dort der noch heute gültige Höhenweltrekrod von 9740m einer Drachenkette (8 Schirmdrachen hintereinander) aufgestellt, wobei die Größen der Drachen zwischen 10qm und 5qm variierten. Insgesamt waren 15km Draht in der Luft.
Auf den ersten Blick sieht der Schirmdrachen fast aus wie ein Hargrave, wobei er entweder mit zwei gleich grossen Zellen, oder aber mit einer kleineren, hinteren Zelle gebaut worden ist.
Das Gestänge ist gänzlich unterschiedlich zum Hargrave. Hier kommt ein Faltmechanismus zum Zuge, der die Zelle des Drachens wie ein Regenschirm aufspannt - daher auch sein Name.
- Speedwing
Ein alter deltaförmiger Lenkdrachen.
Besonderheit: Dieser Drachen hat keine obere Querspreize und keine Standoffs. Einer der ersten Wettbewerbsdrachen. Er zeichnet sich durch seinen langsamen und präzisen Flug aus.
Dieser laute Drachen wird gerne im Gespann geflogen und entwickelt dann enorme Zugkräfte.
- Sportdrachen
Als Sportdrachen bezeichnet man einen hochwertigen Lenkdrachen, der kein Kinderspielzeug ist.
» Siehe auch: Sportgerät
- Stabdrachen
Drachen mit Gestänge als Grundgerüst.
Hier bildet das Gestänge ein Gerüst, welches dem Segel seine spätere Fom gibt.
Bei stablosen Drachen formt der Wind den Drachen aus.
- Stablos
Stablose Drachen
Diese Drachen sind ohne jegliches Gestänge gebaut. Sie blähen sich durch den Staudruck des Windes auf, der durch die Öffnungen in den Drachen kommt.
Durch die Anordnung der Waageschnüre und der Ausprägungen der Figur liegen diese Drachen mit einem Teil ihres Körpers ,,auf dem Wind" und können dadurch fliegen.
- Standdrachen
Einleiner, der wie festgenagelt am selben Punkt am Himmel stehen bleibt, ist er ersteinmal auf Höhe gebracht worden. Das Gegenteil sind Kampfdrachen, die auch mit einer Leine gesteuert werden können und die ohne Kontrolle dauernd Kreise oder Achten fliegen würden.
- Starkwinddrachen
Bei Trick und Präzisionsdrachen werden für Starkwind meist entweder speziell entwickelte Modelle mit weniger Segelfläche, oder Vented Drachen geflogen. Bei Vented Drachen befinden sich Gazeeinsätze oder Löcher im Segel um den Druck des Drachens zu verkleinern.
Bei Matten und Powerdrachen wird bei Starkwind meist auf ein kleineres Modell mit weniger Segelfläche gewechselt.
» Siehe auch: Vented
- Steinbeißer

Durch einen Bauplan in der Kite&friends bekannt gewordener Einleiner.
- Stunter
Kurzwort aus dem Englischen (für stuntkite) oder Niederländischen (stuntvlieger), bezeichnet Lenkdrachen.
- Stuntkite
englischer Ausdruck für Lenkdrachen
» Siehe auch: Lenkdrachen
- Target Kite (Zieldrachen)
Der "Target Kite" wurde im zweiten Weltkrieg von Paul Garber erfunden. Es handelt sich um einen Eddy, der am unteren Ende eine Finne besaß und so nach links und rechts gesteuert werden konnte. Der Drache wurde in großer Zahl gefertigt und diente der US-Navy als Zieldrachen für Schußübungen.
- Vierleiner
Drachen, die an vier Leinen gesteuert werden; sie lassen sich zusätzlich zu den normalen Lenkmanövern bremsen und beschleunigen, oder auch vorwärts und rückwärts fliegen.
- Windrad
» Siehe auch: Windspiel
- Zellendrachen
Klassische Zellendrachen sind die Kastendrachen. Durch mehrere miteinander verbundene Segel, die in allen möglichen Richtungen stehen können, ist auch hier der Individualität viel Spielraum gelassen.
- Zieldrachen
- Zugdrachen
Drachen mit hohen Zugkräften, der dafür ausgelegt ist Lasten zu heben oder Fahrzeuge (z.B. Buggys) anzutreiben.
- Zweileiner
Drachen, der an zwei Leinen fliegt. Meist dienen die beiden Leinen als Steuerleinen.