- Abkippen
Mit Abkippen wird die Flugsituation beschrieben in der der Drachen in Rücken- oder Bauchlage seitlich, der Kielstab ist der Drehpunkt, nach rechts oder links kippt ohne sich dabei aufzurichten.
- Aerodynamik
Lehre von den Gesetzmäßigkeiten strömender Gase (lat. Aer "Luft" und grch. dynamis "Kraft"). Im Drachenbau nur unvollständig verstanden, daher herrscht hier noch viel Empirik.
- Anstellwinkel
Die Waageeinstellung bestimmt den Anstellwinkel des Drachens zum Wind. Dieser Winkel bestimmt die Auftriebs- und Zugkräfte, die aus der Windgeschwindigkeit resultieren. Je nach Drachenmodell und Einsatzzweck des Drachens kann der optimale Anstellwinkel differieren.
- Auftrieb
Grundvoraussetzung für das Drachenfliegen! Durch das Anströmen des Drachensegels durch Wind oder Zug an der Drachenschnur erfährt der Drachen einen Impuls, der zum Steigen des Drachen führt. Die Waageeinstellung (Anstellwinkel) hat entscheidenden Einfluß auf den Auftrieb.
- Drachenflug
Die Bewegung eines Drachen sobald er den Boden verlassen hat - ob nun in ruhigen Bahnen oder in wilden Trickkombinationen.
- drehfreudig
Als drehfreudig werden Drachen bezeichnet die, wie der Name schon sagt, gerne drehen.
Dass heist dass sie sehr leicht und problemlos auch sehr kleine Kreise fliegen. Bei diesen Drachen liegt der Drehpunkt sehr weit in richtung Drachenmitte.
» Siehe auch: Drehpunkt
- Druck
Als Druck wird die Kraft eines Drachens bezeichnet die dieser im Flug auf den Piloten ausübt.
» Siehe auch: Druckaufbau
- Eckenpräzision
Eckenpräzision ist immer dann gegeben, wenn der Drachen durch eine Push-Pull bzw durch eine Push Bewegung in eine ganz kurze Drehung gebracht wird sodass der Drachen wie durch eine Ecke fliegt.
Gute Eckenpräsizion erkennt man daran dass der Drachen aus so einer Ecke sauber und ohne wackeln weiterfliegt.
- Eigenschaften
Mit Eigenschaften wird versucht einen Drachen so zu beschreiben und zu charakterisieren das man in die Lage versetzt wird sich ein Bild von dem besagten Kite zu machen ohne ihn jemals selbst geflogen zu haben.
- Elevationswinkel

Der Elevationswinkel beschreibt den Winkel zwischen der Waagerechten und der Verbindungslinie zwischen Ankerpunkt und Drachen.
- Flattern
Das Flattern ist etwas was bei Lenkdrachen schon beinahe verpöhnt ist. Wenn das Segel im Flug flattert dann entstehen dadurch Geräusche. Diese Geräusche versucht man an heutigen Drachen mit zahlreichen Tricks abzustellen damit der Drachen still seine Bahnen zieht.
Es gibt aber auch noch eine andere Variante. So baut ein französischer Hersteller einen sehr beliebten Trick- und Teamdrachen (Masque und X-Masque) der ganz bewußt flattert. Bei diesem Drachen wird der Effekt des flatternden Segels erfolgreich dazu genutzt die Fluggeschwindigkeit zu reduzieren.
Es ist eben doch nicht alles schwarz und weiss.
Von Florian Janich:
Oftmals störendes, aber auch gewolltes Verhalten der Schleppkante am Drachen.
Durch zu wenig Spannung oder eine fehlende Saumschnur beginnt die Schleppkante des Drachen im Wind zu flattern und verursacht dadurch ein für Aldi-Drachen bekanntes lautes Knattern.
Bei Team- oder Präzisionsdrachen ist dieses Flattern sogar erwünscht, da die flatternde Schleppkante den Drachen langsamer und präziser macht - dafür ist er aber laut. (zum Beispiel der North Shore Radical) - Flugbahn
Ein präziser Drachen fliegt wie auf Schienen. Die Flugbahn beschreibt die zurückgelegte Strecke mit verschiedenen Flugfiguren und wie präzise oder unpräzise diese geflogen wird.
- Flugbereich

Der Flugbereich ist die Fläche, welche die Leinen eines Lenkdrachens im Flug überstreichen können.
Innerhalb des Flugbereichs (und einem zusätzlichen Sicherheitsabstand) sollten sich keine Personen, Tiere sowie Gegenstände befinden.
- Flugbild
Wird beim Drachentest sehr gerne beschrieben.
Hierbei handelt es sich um das Verhalten im Flug. Wie "schön" fliegt der Drachen Kreise, wie präzise Ecken, oder wie fließend oder hakend sehen Trickkombinationen aus? All das wird im Flugbild zusammengefasst.
- Flugeigenschaften
Flugeigenschaften sagen aus, ob ein Drachen präzise, trickfreudig, schnell, langsam oder zugkräftig ist.
- Flugverhalten
Mit dem Flugverhalten bezeichnet man die Art und Weise, wie sich ein Drachen in der Luft bewegt. Macht er enge Drehungen um die Achse (Spins) oder eher nicht, fliegt er präzise oder trickreich. Die meisten gekauften Drachen besitzen ein recht gutmütiges, ausgewogenes Flugverhalten.
Interessant wird es aber, wen man sich an den ersten Eigenbau heranwagt und erfährt, was es heisst, seinem Drachen ein ausgewogenes Flugverhalten beizubringen. Dies geschieht mittels Waageeinstellung (siehe Waage, siehe Einstellen) oder verschiedenen Gestängevarianten (siehe Gestänge) bzw. Änderungen am Schnitt des Segels.
» Siehe auch: Einstellen
- Geräuschentwicklung
» Siehe auch: Lärm
- Gleitflug
Der (unbeschleunigte) Flug eines nicht angetriebenen Flugobjektes unter Wirkung der Schwerkraft und der an den Segelflächen angreifenden Auftriebskräfte.
- Steigwinkel
» Siehe auch: Elevationswinkel
- Thermik
Als Thermik bezeichnet man begrenzte und vertikal aufwärts gerichtete Luftströmungen. Durch starke Erwärmung des Bodens und bodennaher Luftschichten welche durch Sonneneinstrahlung ausgelöst werden.
Diese Luftmassen steigen in Blasen oder schlauchförmigen Gebilden auf und kühlen sich durch Ausdehnung ab. Die Thermik wird von Greifvögeln, Zugvögeln ... ausgenutzt, ebenso von Segelfliegern.
- Überdrehen
Mit Überdrehen ist gemeint, wenn der Drache nach einer Figur (einfache Ecke o.ä.) weiterdreht, als eigentlich gewünscht.
Von Markus Müller:
Ein Drachen überdreht dann, wenn er nach einer eingeflogenen Kurve weiterdreht. Und man an den Leinen "gegensteuern" muss. Dies ist meist der Fall, wenn die Waage zu weit nach aussen geknüpft ist. - Windverlust
Ein Drache der übersteigt erfährt am oberen Windfensterrand einen "Windverlust", da er über den Wind weggeflogen ist und dieser nun gegen die falsche Seite des Drachen bläst.
Ähnliches kann auch bei Zweileinern am Windfensterrand passieren, wenn der Drachen soweit fliegt, bis er fast parallel zum Wind steht - somit bietet er keine Angriffsfläche für den Wind mehr und fällt schlichtweg runter.