- Airbrush
Das englische Wort Airbrush bedeutet wörtlich übersetzt "Luftpinsel".
Mit Hilfe von Airbrushpistolen wird Farbe in einem feinen, aber regelbaren Strahl auf eine Fläche aufgebracht.
Zu einem Airbrush-System gehören immer ein Drucklufterzeuger oder -speicher, ein Druckluftschlauch und der Airbrush.
Es gibt verschiedene Systeme:
Farbfließsystem: Die Farbe fließt aus einem Farbtopf von oben in den Airbrush hinein.
Farbsaugsystem: Die Farbe wird aus einem Behälter von unten angesaugt.
Mit Hilfe von Reglern kann sowohl die Farbmenge als auch der Luftdruck geregelt werden. Damit werden verschieden breite Farbstrahle als auch verschiedene Farbintensitäten möglich.
- Anknüpfungspunkte
Die wichtigsten Koordinaten eine Drachenwaage. An den Anknüpfungspunkten werden die Waageschnüre an-/geknotet. z.B. bei Standard Dreipunktwaage: Mittelkreuz, Ende des "Pig Tails" (Tampen zum Anknoten der Steuerleinen), oberer und unterer Spreizenverbinder.
» Siehe auch: Pig Tail
- Bauanleitung
Der Eigenbau von Drachen ist in der Drachenszene trotz des großen Angebots an Kaufdrachen ein wichtiges Thema. Deshalb sind sehr viele Bauanleitungen von Drachen verfügbar. Bezugsquellen sind neben den kommerziellen Bauplänen im Drachenhandel, spezielle Drachenbücher, denen es aber im Lenkdrachenbereich meist an Aktualität fehlt, Drachenzeitschriften oder aber das Internet.
In meiner (Michael Stegherr) Linkliste sind im Bereich "weitere Links" auch Bauplan-Linklisten zu finden. Wer Baupläne zu aktuellen Kaufdrachen sucht, wird wenig Glück haben, da die Hersteller verständlicherweise kein Interesse an der Veröffentlichung von Bauplänen ihrer aktuellen Modelle haben.
Von Florian Janich:
Beschreibung, Skizze oder 1:1-Schablone um einen Drachen bauen zu können.
In den meisten Magazinen werden regelmäßig Baupläne von älteren Drachen-Modellen angeboten. Hierbei handelt es sich um Beschreibungen, was der Drachenbauer wo anzunähen hat, inklusive Skizzen, um sich selber ein 1:1-Schnittmuster zu erstellen. Manche Hersteller bieten aber auch käuflich zu erwerbende 1:1-Schnittmuster an, welche nur noch ausgeschnitten werden müssen. - Bauch
Die dem Piloten im "Normalflug" zugewandte Drachenseite. Auf der Bauchseite sind in der Regel das Gestänge und die Waage installiert.
- Bauhilfen
Bauhilfen sind all diese Dinge die dem ambitionierten Drachenbauer das Leben erleichtern. Sei es das schwere Buch welches verhindert das das Segel auf dem Tisch verutscht oder der Lötkolben der als Heisschneider missbraucht wird.
- Bauplan
» Siehe auch: Bauanleitung
- Bauteile
Bauteile sind die Teile aus denen ein Drachen zusammengebaut wird. Bauteile für einen Drachen sind : Stangen (Alu, GfK oder CfK), Endkappen, Schnur, Gurtband, Dacron und das Segel (Spinnakernylon, Mylar, Ventex, usw.)
- Competition
Das Wort kommt aus dem englischen und bedeutet übersetzt Konkurrenz oder auch Wettkampf. Prinzipiell findet man dieses Wort also auch im deutschen Wettkampfsektor wieder, jedoch dort eigentlich weniger.
Meistens jedoch findet man den Begriff als Anhängsel an dem Namen eines Sportlenkdrachens (z.B. High Level UL Competition). Solche Drachen werden dann oftmals in kleinerer Auflage mit hochwertigen Materialien speziell für den Wettkampfsport hergestellt.
- Doppelkappnaht

1. Die beiden Segelteile werden rechts auf rechts aufeinander gelegt. Dann setzt man ca 12mm vom Rand eine Naht.
2. Der 12mm Überstand wird 6mm zur Naht hin gefaltet.
3. Dann wird der obere Stoff (Blau) rüber geklappt und das Ganze mit einer zweiten Naht fixiert.
» Siehe auch: Kappnaht
- Drachenbauen
So wird die (meistens nicht kommerzielle) Herstellung eines Drachen genannt.
- Flechttechnik #2
Eine Technik oder eher Designvariante für Drachensegel bei welcher optisch der Eindruck entsteht das Segel bestehe aus zusammengeflochtenen Stoffstreifen.
- Heißschneiden
Heißschneiden ist ein Verfahren, um im Drachenbau Paneele mit Hilfe von Schablonen sauber zuzuschneiden. Dafür wird in der Regel ein Lötkolben oder eine Lötpistole verwendet.
Das Tuch wird auf einer Linie (z.B. entlang einer Schablone) stark erhitzt und zum Schmelzen gebracht. Dadurch werden die gewünschten Flächen ausgeschnitten. Ein großer Vorteil der Heißschneidetechnik ist, dass durch den Schmelzvorgang die Kanten des ausgeschnittenen Tuches wieder versiegelt werden und nicht so leicht ausfransen.
» Siehe auch: Lötkolben
- Kappnaht
Es gibt drei verschiedene Kappnähte: die normale, geschlossene und die offene Kappnaht.
Alle drei können nur für gerade Nähte verwendet werden und sorgen dafür, dass die Schnittkanten des Stoffes umgeklappt und vernäht werden, wodurch diese nicht ausfransen können.
Offene Kappnaht:
Die beiden zu nähenden Paneele werden bündig 6mm von der Schnittkante entfernt aufeinander genäht, das untere Paneel wird umgeklappt und mit einer zweiten Naht fixiert.
Geschlossene Kappnaht:
Die beiden zu nähenden Paneele werden bündig 6mm von der Schnittkante entfernt aufeinander genäht, der entstandene Überstand wird 6mm umgefalzt und mit einer zweiten Naht auf das umgeklappte untere Paneel genäht.
Normale Kappnaht:
Beide Paneele werden 6mm gefalzt und dann ineinadergeschoben. Anschließend werden die beiden Paneele mit nur einer Naht fixiert.
Von Roswitha Petz:
Wenn zwei Tuchstücke zusammengenäht werden sollen, erfolgt dies mit zwei Nahtarten.
Der Kappnaht und der halben Kappnaht.
Die Kappnaht ist schwieriger und fummeliger herzustellen, hält dafür länger. - Kielabstellung
Die Abstellung des Kiels an einem Lenkdrachen wird durch die inneren Standoffs erzielt. Je länger diese sind umso tiefer wird der entstehende "Graben" der über den Kielstab läuft und der nicht unwesentlich an der Trickfähigkeit eines Drachens beteiligt ist.
- Lötkolben
Ein Lötkolben besteht im wesentlichen aus einem Griff und einer metallenen (Löt-)Spitze, welche erhitzt wird. Die Temperatur ist je nach Typ entweder fest oder in Bereichen von ca. 50 bis 450 Grad Celsius regelbar.
Mit Hilfe eines Lötkolben wird Lötzinn geschmolzen und dazu verwendet, um elektrisch leitende Verbindungen herzustellen.
Im Drachenbau wird ein Lötkolben (oder eine Lötpistole) aber häufig auch zum Heißschneiden von Drachenstoffen benutzt.
» Siehe auch: Heißschneiden
- Nähte
Nähte sind die Verbindung zwischen z.B. zwei Drachentüchern, auch Verbindungen anderer nähbaren Materialien sind möglich. Zum Verbinden der Materialen wird Nähgarn (Baumwolle, Wolle oder künstliche Nähgarne) benutzt.
- Patchworkarbeiten
Manchmal werden Drachen jeglicher Art aus Stoff- oder Tuchresten hergestellt. Diese Drachen nennt man dann auch Patchworkdrachen.
- Pig Tail
Pig Tail = Schweineschwänzchen, kleiner Tampen an der Waage zum Anknoten der Steuerleinen
- Profilierung
Eine Profilierung im Tuch bei der Herstellung eines Lenkdrachens wird dadurch erreicht indem man die beiden zu verbindenden Tuchhälften etwas bauchig schneidet und mit einer ->Kappnaht zusammennäht. Daraus resultiert eine Art kleine Ausbuchtung, die für ein besseres Leichtwindverhalten verantwortlich ist.
- Querverbinder
Eine Gummi- oder Schlauchmuffe die die Querstreben aufnimmt und mit der Leitkante verbindet.
» Siehe auch: Leitkante
- Saum

Um zu Verhindern dass ein Drachensegel am Rand ausfranst wird es gesäumt.
Dafür gibt es verschiedene Methoden:
1. Offener Saum:
Dazu wird der Stoff einmal umgeschlagen und vernäht.
2. Geschlossener Saum:
Dazu wird der Stoff doppelt umgeschlagen und vernäht.
3. Offen vernähtes Saumband:
Das Saumband wird mittig gefaltet, um die Segelkante gelegt und vernäht.
4. Das Saumband wird mittig gefaltet und die Seiten werden eingefaltet.
Dann wird es um die Segelkannte gelegt und vernäht.
Dieser Saum gelingt am besten mit einem Saumapparat.
» Siehe auch: Saumapparat
- Scheuerschutz
Der Scheuerschutz ist ein Stück Dacron oder Flausch, dass an der Stelle wo die obere Querspreize das Segel berührt (genau in der Mitte, wo der Kielstab ist) aufgeklebt oder genäht ist. Dadurch wird verhindert, dass durch Reibung ein Loch im Segel entsteht.
- Segelmacherart
Zwei Segelteile werden mit einer Nahtzugabe von ca. 7 mm aufeinander gelegt und mit Stretchstich vernäht. In der Regel wird diese Naht vorher verklebt. Diese Art ermöglicht selbst runde Designs in ein Drachensegel zu verarbeiten.
- Segelmachernähte
Auch Dreifach-Zickzack genannt. Wurde von InVento zum erstenmal beim Tramontana verwendet und damals argwöhnisch betrachtet. Erstmals waren runde Segelelemente möglich!
Die beiden Segelteile werden mit einer Zugabe von 3-5mm versehen und mit einem doppelten Klebeband verklebt. Anschließend wird das Ganze mit einem 6mm breiten Dreifach-Zickzack oder auch Elastikstich genäht. (kann nicht jede Nähmaschine)
- Segeltunnel
Ein durch Standoffs ausgestelltes Segel bildet einen Segeltunnel oder auch "Bauch" genannt. Er ist dafür entscheidend, welche Flugeigenschaften der Drachen hat.
- SUL
SUL ist die Abkürzung für Super-Ultraleicht (oder "super ultra light").
Diese Namensergänzung kommt in der Regel nur bei Sport-Lenkdrachen vor und bezieht sich auf eine ausserordentlich leichte Bauweise und Konfektionierung des Drachens. So werden zur Herstellung leichtes Segelmaterial (z.B: Icarex PC31 oder Ventex) als auch leichtes Gestängematerial (z.B. gewickelte Kohlefaserstäbe) verwendet. Die Drachen sind aufgrund der Materialwahl teurer als die Standardausführungen.
Anwendung finden diese Lenkdrachen bei sehr leichtem Wind, welcher insbesondere im Binnenland recht häufig anzutreffen ist. Indoortauglich sind diese Drachen in der Regel jedoch nicht und auch nicht dafür entwickelt.
» Siehe auch: Ultraleicht
- Trick weight System
Ein von der Fa. Level One geschütztes Patent, welches es ermöglicht "bewegliche Gewichte " in einem Drachen zu verbauen.
Wenn der Drachen Gewicht braucht, um Tricks auszuführen, müssen die Pfunde zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz sein. Wenn Gewicht präzises, knackiges fliegen beeinträchtigt muss es an einem Platz liegen wo es nicht stört. Wenn Gewicht benötigt wird, muss es sofort wieder aktiv werden können.
- TWS
» Siehe auch: Trick weight System
- UL
» Siehe auch: Ultraleicht
- Ultra-Light
» Siehe auch: Ultraleicht
- Ultraleicht
Spezieller Leichtbaudrachen für das Fliegen bei wenig Wind oder in der Halle (Indoor-Kiting). Gewicht wird beim Gestänge, sowie beim Segelmaterial eingespart. Oftmals wird auch der Segelschnitt für diese Windverhältnisse optimiert. Im Vergleich zu normalen Drachenmodellen ist ein UL-Drachen immer empfindlicher und zerbrechlicher.
- Waageleine
Aus der Waageleine wird die Waage des Drachen erstellt. Hochwertige Waageleine für Lenkdrachen besteht aus einer Dyneema- oder Kevlarseele die mit geflochtener Polyesterschnur ummantelt ist.
Für Einleiner kann man meist auch eine Dacronschnur für die Waage verwenden die im vergleich eine höhere Dehnung aufweist.
» Siehe auch: Waage
- Waagering
Um die Waage eines Drachen verstellbar zu machen, kann man einen Waagering verwenden, der mit einem Buchtknoten am zu verstellenden Waageschenkel angebracht wird. Nach lockern des Buchtknotens kann man den Waagering auf der Waage verschieben.
Je nach Zugkraft des Drachens bestehen Waageringe aus Aluminium oder verschweißtem Stahl. Schlüsselringe sind eher ungeeignet.
» Siehe auch: Waage